Forsa-Umfrage: Mehrheit unzufrieden mit Reiseregelungen, jeder Fünfte kennt einen Corona-Infizierten

Lockdown im Herbst? Mehrheit der Deutschen dagegen

09. Oktober 2020 - 10:38 Uhr

Forsa: Zwei Drittel gegen einen zweiten Lockdown

Keine Partys, Ausgangssperren, geschlossene Geschäfte, Schulen und Kitas: Was Deutschland im Frühjahr erlebt hat, soll sich nicht mehr wiederholen. So empfinden laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL 60 Prozent der Bundesbürger. Gut ein Drittel (33 Prozent) ist jedoch der Meinung, dass das öffentliche Leben aufgrund der aktuellen Corona-Zahlen bundesweit wieder eingeschränkt werden sollte.

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Über 60-Jährige halten zweiten Lockdown für nicht notwendig

Dass es bei stark steigenden Infektionszahlen wieder bundesweite Einschränkungen wie im Frühjahr geben sollte, meinen überdurchschnittlich häufig die unter 30- Jährigen (58 Prozent) sowie die Anhänger der Grünen (41 Prozent) und der Linkspartei (43 Prozent). Die über 60-Jährigen (67 Prozent) halten einen zweiten Lockdown wie im Frühjahr nicht für notwendig. Einen Unterschied gibt es auch zwischen Ost- und Westdeutschland. Im Osten wollen 70 Prozent keine neuen Einschränkungen des öffentlichen Lebens, im Westen dagegen 59 Prozent. 

Laut der Forsa-Umfrage hält rund jeder Fünfte (22 Prozent) einen zweiten Lockdown für wahrscheinlich, darunter überdurchschnittlich viele AfD-Wähler (48 Prozent). Nur drei Prozent halten diesen Schritt für sehr unwahrscheinlich. 

Jeder fünfte kennt einen Corona-Infizierten

18 Prozent der befragten Bundesbürger geben an, dass es Personen aus ihrem Familien- oder Freundeskreis gibt, die bereits mit dem Coronavirus infiziert waren oder aktuell infiziert sind. Je jünger die Befragten sind, umso häufiger kennen sie jemanden, der sich bereits mit dem Coronavirus angesteckt hat.

Wenig Verständnis für neue Reise-Regeln in Deutschland

Wer aus einem Corona-Risikogebiet kommt und demnächst in einem deutschen Hotel übernachten will, bekommt in Zukunft an den meisten Orten Deutschlands Probleme. Die Mehrheit der Bundesländer hatten am Mittwoch ein entsprechendes Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Corona-Risikogebieten beschlossen. 30 Prozent der Bundesbürger halten diese Maßnahme für verständlich. Eine Mehrheit von 68 Prozent findet es hingegen schwierig, den Überblick zu behalten, wo welche Regeln für welche Regionen gelten.

Aufgrund der Corona-Pandemie plant laut Forsa nur jeder Fünfte (19 Prozent) eine Urlaubsreise. Die Mehrheit der Deutschen (67 Prozent) hat nicht vor, in diesem Jahr noch zu verreisen. 

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