Deutsche hamstern wieder weniger

Zweite Klopapier-Krise ist überstanden

Kurz vor den Corona-Maßnahmen hamsterten die Menschen wieder vermehrt Klopapier. Jetzt hat sich die Lage wieder normalisiert.
© dpa, Rene Traut, mg tba kay fgj

19. November 2020 - 15:54 Uhr

Deutsche kaufen wieder weniger Toilettenpapier

Am Absatz von Klopapier lässt sich ganz gut erkennen, wie besorgt die Bürgerinnen und Bürger in der Krise sind. Zu Beginn der Corona-Krise im Frühjahr waren in manchen Supermärkten die Klopaier-Regale an einigen Tagen wie leergefegt. Und auch in den Wochen vor dem Teil-Lockdown Anfang des Monats, war Toilettenpapier heiß begehrt. Doch die Lage beruhigte sich schnell, wie eine Sonderauswertung des statistischen Bundesamtes zeigt.

Erst Klopapier, dann Teil-Lockdown

Wie die Daten des statistischen Bundesamtes zeigen, ging die Nachfrage nach Klopapier im Lockdown-Light zurück. Dafür war sie kurz vor den neuen Maßnahmen im November hoch. Während der Absatz in der Woche vom 26.10.2020 bis 02.11.2020 noch doppelt so hoch war wie zum Beispiel im August des Vorjahres, ebbte die Nachfrage nach Klopapier in der zweiten Teil-Lockdown-Woche im November wieder ab und sank um 13 Prozent im Vergleich zum August 2019.

Verbraucher haben sich auf Teil-Lockdown vorbereitet

"Die Entwicklung der Absatzzahlen der vergangenen vier Wochen könnte darauf hindeuten, dass sich die Verbraucherinnen und Verbraucher in der Phase der wieder stark steigenden Covid-19-Infektionszahlen und unmittelbar vor dem Teil-Lockdown mit Produkten des täglichen Bedarfs eingedeckt haben, um danach seltener einkaufen gehen zu müssen", mutmaßen die Statistiker. Neben Klopapier wurden auch andere Hygieneartikel wie Desinfektionsmittel oder Seife kurz vor dem Teil-Lockdown stark nachgefragt. So stieg beispielsweise der Absatz von desinfizierenden Gels oder Sprays um über 50 Prozent an. Zum Vergleich: Kurz vor dem Lock-Down im Frühling gab es zwischenzeitlich einen Zuwachs um 751 Prozent bei derartigen Produkten. Mit Beginn der November-Maßnahmen habe sich die Nachfrage nach derartigen Produkten wieder normalisiert, heißt es vom statistischen Bundesamt.

Keine Engpässe zu befürchten

Als im Herbst die Infektionszahlen wieder anstiegen, wurde auch wieder mehr gehamstert. Deswegen mahnte auch die Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), dass Hamsterkäufe unsolidarisch seien. Die Versorgung sei zu jeder Zeit gewährleistet, genau so wie während des ersten Shutdowns im Frühling, hieß es damals von der CDU-Politikerin.

So legen Sie einen Vorrat an

Unabhängig von einer Pandemie, ist es klug sich Vorräte anzulegen. Denn wird man spontan krank und kann nicht einkaufen, hat man zumindest für ein paar Tage Nahrungsmittel auf Halde. Welche Lebensmittel und Alltagsprodukte da in Frage kommen und worauf Sie achten sollten, wenn Sie sich einen Vorrat anlegen wollen, haben wir hier für Sie zusammengefasst.