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Zweifache Mutter nach fast 30 Jahren abgeschoben - weil sie ihre sterbenden Eltern zu lange pflegte

Von ihrem Mann und den Kindern musste sie sich per Telefon verabschieden: Nach 27 Jahren Ehe wurde Irene Clennell aus Großbritannien des Landes verwiesen und nach Singapur abgeschoben - mit gerade einmal zwölf Pfund in der Tasche. 

Visum lief ab, weil sie sich um ihre kranken Eltern kümmerte

1964 geboren, wanderte Irene Clennell schon 1988 nach Großbritannien aus. Zwei Jahre später heiratete die heute 53-Jährige ihren britischen Ehemann John und bekam mit ihm zwei Kinder. Heute hat das Paar sogar schon ein Enkelkind. 

Nach ihrer Heirat hat Irene eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis für ihre neue Heimat Großbritannien bekommen. Doch heute, nach fast 30 Jahren im Vereinigten Königreich, wurde sie des Landes verwiesen. Wann und ob sie überhaupt zurückkehren darf, ist ungewiss.

Grund dafür ist laut eines Berichtes der britischen Zeitung 'The Guardian', dass die Aufenthaltsgenehmigung nur greift, wenn sich das Paar unter anderem lange Zeitspannen ununterbrochen in Großbritannien aufhält. Da Irene und ihr Ehemann in der Vergangenheit allerdings längere Zeiträume in ihrer Heimat Singapur verbrachten, um ihre kranken Eltern zu pflegen, lief im vergangenen Jahr ihr Besuchervisum für Großbritannien ab. 

Weil sie sich danach noch im Vereinigten Königreich aufhielt, wurde sie in eine spezielle Arrest-Einrichtung in Schottland gebracht und schließlich von dort aus nach Singapur abgeschoben. Vor ihrer Abschiebung durfte sie sich lediglich per Telefon von ihrer Familie verabschieden. 

Schwägerin startete Spendenaufruf

In Singapur steht die 53-Jährige vor dem Nichts: Sie bestieg das Flugzeug mit zwölf Pfund in der Tasche. Ihre Eltern sind inzwischen verstorben und auch ihre noch dort lebende Schwester kann sie nicht unterbringen. 

Ihr Ehemann John, der laut britischen Medien ebenfalls erkrankt sein soll, ist indes über das Vorgehen der Behörden erbost. Nach ihm sei die Abschiebung nicht zufällig an einem Sonntag erfolgt, sondern nur, damit die Familie keinen Anruf anrufen oder sich an ein Gericht wenden könne. 

Um die zweifache Mutter und Ehefrau zurück nach Großbritannien zu holen, startete ihre Schwägerin Angela jüngst einen Spendenaufruf. Auf der Crowdfundig-Seite 'gofundme' bittet sie für die anstehenden Anwalts- und Gerichtskosten um Spenden. Bisher sind so über 30.000 Euro von Spendern aus aller Welt zusammengekommen. 

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