Zweieinhalb Monate nach dem Absturz: Germanwings-Opfer endlich zu Hause

21. Juli 2015 - 13:22 Uhr

Särge in Düsseldorf angekommen

Zweieinhalb Monate nach dem Germanwings-Absturz wurden die ersten Särge mit Opfern der Flugkatastrophe endlich den Angehörigen übergeben. Am Dienstagabend landete eine Lufthansa-Maschine mit den sterblichen Überresten von 44 Opfern in Düsseldorf.

Germanwings-Opfer endlich zu Hause
Der Konvoi mit den Überresten der 16 Schüler und zwei Lehrerinnen aus Haltern am See passiert auch die Schule.
© dpa, Marcel Kusch

Dort sollte die verunglückte Maschine mit 150 Menschen an Bord am 24. März eigentlich sicher landen - darunter auch 16 Schülerinnen und Schüler des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern am See, die ihren Heimatort mit zwei Lehrerinnen voller Vorfreude auf ihren Austausch nach Barcelona verließen. In Düsseldorf wurden die Särge nun in einer würdevollen Zeremonie an die Angehörigen übergeben und anschließend in einem Konvoi mit einer Polizeieskorte nach Haltern gebracht.

Die meisten Opfer stammten aus Deutschland

Nach der Landung rollte die Maschine in eine nicht einsehbare Halle. Am Gedenkort für die Opfer am Flughafen standen Blumen und Pinnwände mit Zetteln, auf denen Menschen ihre Anteilnahme mit den Angehörigen ausdrückten.

Der Co-Pilot von Flug 4U9525, Andreas Lubitz, steuerte die Maschine in den französischen Alpen gegen eine Felswand. Niemand überlebte das Selbstmordkommando. Die meisten Opfer stammten aus Deutschland.

Am Donnerstag treffen Angehörige der Opfer in Paris den leitenden französischen Ermittler Brice Robin. Der Staatsanwalt von Marseille will sie unter anderem über den Stand der Ermittlungen informieren. Die meisten Opfer kamen aus Deutschland und Spanien. Aber auch Menschen aus den USA, aus Argentinien und der Elfenbeinküste waren dabei.