"Es war unverantwortlich"

Zwei Boxer nach umstrittenen Qualiturnier erkrankt

Boxen, Olympia-Qualifikation in London Eskerkhan Madiev of Georgia, wearing Red and Paul Andreas Wall of Germany, wearin
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26. März 2020 - 9:11 Uhr

Kritik am IOC

Kontaktsport in Corona-Zeiten? In der vergangenen Tagen hatte es viel Kritik am Start des Olympia-Qualiturniers der Boxer in London gegeben. Nun folgte offenbar die Quittung. Zwei türkische Boxer und ihre Trainer sind positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Turnier mit 350 Sportlern

"Während die Welt extreme Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus ergriffen hat, bin ich verblüfft, dass eine IOC-Taskforce und die britische Regierung das Turnier zugelassen haben, obwohl viele von uns Bedenken hatten", sagte Verbandspräsident Eyup Gozgec dem englischen "Guardian". "Es war unverantwortlich. Und das Ergebnis ist, dass nun drei Teammitglieder positiv getestet worden sind. Alle sind in Behandlung und zum Glück in gutem Zustand."

Der türkische Boxverband bestätigte auf seiner Homepage die Erkrankung von Boxer Serhat Güler und Trainer Seyfullah Dumlupinar. Das Turnier war Mitte März mit 350 Sportlern aus 40 Ländern gestartet worden, wurde nach drei Tagen aber abgebrochen. Gozgec kritisierte, dass die Gesundheit der Athleten nicht beachtet worden war und verlangte eine Erstattung der Kosten.

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