Zwei mutmaßliche Islamisten in NRW festgenommen

16. Februar 2016 - 12:00 Uhr

Bei einer Großrazzia hat die Polizei zwei mutmaßliche Islamisten in Essen und Köln festgenommen. Wie die Bundesanwaltschaft mitteilte, wurden bei der Aktion zwölf Gebäude in Nordrhein-Westfalen und im Rhein-Main-Gebiet durchsucht. Insgesamt waren etwa 100 Beamte im Einsatz. Die beiden Festgenommenen sollen als Mitglieder beziehungsweise Unterstützer der "Islamischen Bewegung Usbekistan" (IBU) tätig gewesen sein.

Die IBU ist eine islamistisch geprägte Terrororganisation mit Schwerpunkt im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet. Sie soll für Anschläge auf Zivilisten, auf afghanische und pakistanische Sicherheitskräfte sowie auf Soldaten der Nato-Schutztruppe Isaf verantwortlich sein. Die festgenommenen Männer im Alter von 24 und 28 Jahren haben die deutsche Staatsbürgerschaft. Der 24-Jährige soll sich der IBU im September 2009 in einem Ausbildungslager angeschlossen haben. Anschließend soll er bis zu seiner Rückkehr nach Deutschland im September 2010 an Kampfhandlungen teilgenommen zu haben. Der 28-Jährige soll insgesamt 39.000 Euro aus Spendensammlungen an die IBU weitergeleitet haben.