Zwei Millionen Teenager weltweit haben HIV

16. Februar 2016 - 12:00 Uhr

Weltweit sind rund zwei Millionen Teenager HIV-positiv. Ein besonders hohes Aids-Risiko tragen benachteiligte Jugendliche in Entwicklungs- und Schwellenländern. Das ist ein Ergebnis eines Berichts, den das Kinderhilfswerk Unicef zusammen mit anderen UN-Organisationen und der Weltbank veröffentlichte.

Die meisten der infizierten 10- bis 19-Jährigen ahnten nichts von ihrer Infektion, weil sie keinen Zugang zu vertraulichen Beratungs- und Testmöglichkeiten haben, wie Unicef Deutschland in Köln mitteilte.

Jeden Tag infizierten sich 2.500 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 24 Jahren mit dem HI-Virus. Das Millenniumsziel, die Ausbreitung von Aids bis 2015 zu stoppen, sei in vielen Ländern noch weit entfernt.

Mädchen und junge Frauen tragen laut Studie das höchste Risiko, denn sie könnten oft nicht selbst über ihre Sexualität bestimmen. Rund 60 Prozent aller HIV-Infizierten weltweit seien junge Frauen - im südlichen Afrika seien es sogar 71 Prozent.