Zwei Jahre nach Archiveinsturz: Mammutaufgabe steht noch bevor

16. Februar 2016 - 11:52 Uhr

Zwei Jahre nach dem Einsturz des Stadtarchivs mit zwei Todesopfern steht Köln noch vor gigantischen Aufgaben: Die Katastrophe sei zwar "mit ungeheurer Kraftanstrengung" bisher "sowohl für die betroffenen Menschen als auch für die Kulturschätze des Archivs" gut bewältigt worden, sagte Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) zum zweiten Jahrestag (3. März) der Katastrophe.

Die Rettung der europaweit bedeutenden Kulturgüter dauere aber wohl bis zu 50 Jahre. Die Gesamtkosten - Schadenersatz, Baumaßnahmen und Restaurierung eingerechnet - würden sich auf eine Milliarde Euro türmen. Und die genaue Unglücksursache sei auch 2011 nicht zu klären.

Das Archiv mit einem Bestand von 30 Regalkilometern - darunter auch kostbare Handschriften oder mittelalterliche Urkunden - war am 3. März 2009 eingestürzt. Zwei junge Männer, die in angrenzenden Häusern wohnten, kamen ums Leben. Es gilt als nahezu sicher, dass benachbarte Arbeiten für die U-Bahn das Unglück auslösten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen unbekannt.