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Zwei Frauen in Lüneburg erstochen - Polizei sucht diesen Mann

Zwei Frauen in Lüneburg erstochen - Polizei sucht diesen Mann

Europaweite Suche nach dem Täter

Nach dem Tod zweier Frauen durch Stichwunden läuft die Suche nach dem Täter auf Hochtouren. Die Polizei hat Fahndungsfotos des Ehemannes einer der Getöteten veröffentlicht, bisher ohne Ergebnis.

Zwei Frauen in Lüneburg erstochen - Polizei sucht Ziad Karnous
Tatverdächtiger Ziad Karnous

Die Ermittler dehnten den Suchradius inzwischen auf Städte außerhalb Niedersachsens aus. "Wir suchen europaweit nach dem Mann. Möglicherweise ist er noch mit einem blauen VW-Golf unterwegs", so Polizeisprecher Kai Richter. Der 31-jährige Tatverdächtige Ziad Karnous ist der Ehemann einer der beiden Frauen, die am Sonntagnachmittag erstochen in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gefunden wurden. Die genauen Hintergründe der Tat sind unklar. "Wir gehen von einer Beziehungstat aus und ermitteln im Umfeld der Familie", so Richter. Die Polizei beschreibt das Paar als bisher unauffällig, Zwischenfälle wegen häuslicher Gewalt sind den Behörden nicht bekannt.

Laut der Lüneburger 'Landeszeitung' hatte das Paar drei Kinder im Alter von acht, neun und elf Jahren. Zum Tatzeitpunkt sollen sie nicht zu Hause gewesen sein. "Sie sind jetzt bei Verwandten, die sich um sie kümmern", so eine Sprecherin zu der Zeitung.

Anwohner hatten Hilfeschreie gehört

Die Beamten hatten die beiden 32 und 33 Jahre alten Frauen mit tödlichen Stichverletzungen in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus vorgefunden, teilte Polizeisprecherin Antje Freudenberg mit. "Anwohner hatten Hilfeschreie gehört und die Polizei gerufen", sagte sie. Eine der beiden Frauen war beim Eintreffen der Polizei bereits tot, die andere erlag ihren schweren Stichverletzungen im Krankenhaus. Die in das Beziehungsdrama verwickelte Frau hinterlässt laut NDR zwei Kinder im Alter von vier und sieben Jahren.

Derweil ist das Alter des Gesuchten umstritten. Der Mann stammt aus dem Irak und soll nach Überzeugung der Ausländerbehörde bei der Einreise ein falsches Geburtsjahr angegeben haben. Zu der Tat kam es in einem Stadtteil, der als Lüneburgs sozialer Brennpunkt gilt. Erst im Mai wurde dort die Leiche eines 34-Jährigen gefunden. Der Mann war erstochen und anschließend angezündet worden.