Zwangs-Abschiebung in Borgholzhausen (NRW) eskaliert: Familie entwaffnet Polizist und nimmt Geiseln

18. Januar 2018 - 13:29 Uhr

Mann entreißt Polizist die Waffe

Zwei Polizeibeamte, ein Mitarbeiter der Ausländerbehörde,ein Wachmann und zwei Polizisten klingeln am frühen Morgen in einer Flüchtlingsunterkunft im nordrhein-westfälischen Borgholzhausen. Sie wollen ein Ehepaar abholen, das abgeschoben werden soll. Dann eskaliert die Situation. Einer der Bewohner nimmt einem Polizisten die Waffe ab.

In Borgholzhausen fallen Schüsse

Daraufhin seien mehrere Schüsse gefallen, wie die Polizei mitteilt. Die Beamten und der Arzt können aus der Wohnung flüchten. Der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und der Angestellte der Ausländerbehörde werden als Geiseln dort festgehalten. Noch bevor die alarmierten Spezialeinheiten eintreffen, stellt sich die Familie. Niemand wird durch die Schüsse verletzt.

In der Wohnung wird dann eine blutüberströmte Frau gefunden, wie die 'Bild'-zeitung berichtet. Sie soll sich nach ersten Erkenntnissen selbst mit einem Messer verletzt haben.

Wollte Familie die Abschiebung verhindern?

Bei dem Paar soll es sich laut Westdeutschem Rundfunk um die Eltern (49 und 53 Jahre)  der vierköpfigen Familie handeln. Sie sollten in ihr Heimatland Aserbaidschan abgeschoben werden.