Zuwanderung nur in den USA stärker als in Deutschland

In keinem anderen OECD-Land stieg die dauerhafte Zuwanderung stärker als in Deutschland.
In keinem anderen OECD-Land stieg die dauerhafte Zuwanderung stärker als in Deutschland.
© dpa, Oliver Killig

02. Dezember 2014 - 10:45 Uhr

Deutschland beim Anstieg der Zuwanderung führend unter OECD-Staaten

Die dauerhafte Zuwanderung nach Deutschland ist im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge so stark gestiegen wie in keinem anderen Land der Industriestaaten-Organisation OECD.

Mit voraussichtlich 465.000 dauerhaften Zuwanderern im Jahr 2013 sei Deutschland das zweitgrößte Einwanderungsland nach den USA, erklärte die OECD. Der Anstieg gehe überwiegend auf die innereuropäische Wanderung zurück. 2013 sei jeder dritte Migrant innerhalb der EU nach Deutschland gegangen. 2007 sei es nicht einmal jeder Zehnte gewesen.

Auch Beschäftigung und Qualifikation der Zuwanderer seien deutlich gestiegen. Über 56 Prozent der Zuwanderer, die weniger als fünf Jahre in Deutschland lebten, seien in Beschäftigung. Im Jahr 2000 seien es nur knapp 48 Prozent gewesen. In keinem anderen Land der 34 OECD-Staaten sei die Integration in den Arbeitsmarkt so stark gestiegen wie in Deutschland. Mittlerweile liege die Beschäftigungsquote von Migranten bei 68 Prozent.