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Zuma: Nato darf Gaddafi nicht töten

Zuma: Nato darf Gaddafi nicht töten

Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma hat die Nato-Angriffe in Libyen erneut scharf kritisiert und vor einer Ermordung Muammar al-Gaddafis gewarnt. Die UN-Resolution zu Libyen "ermächtigt nicht zu einem Regimewechsel oder einer politischer Ermordung", betonte Zuma am Sonntag in Pretoria bei einem Treffen mit dem Libyenausschuss der Afrikanischen Union (AU).

Ziel der UN-Resolution 1973 sei der Schutz der Zivilbevölkerung gewesen. Die andauernde Bombardierung gefährde aber die Bemühungen für eine friedliche Lösung und Stabilität in Libyen, so der Präsident Südafrikas, das als nichtständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates für die Libyenresolution 1973 gestimmt hatte.

Das militärische Patt in Libyen fordere einen "schrecklich hohen Preis an Menschenleben", sagte Zuma. Zudem habe der Konflikt das Potenzial, "die gesamte Region zu destabilisieren". Afrikas Staaten wollten ein Ende des Konflikts und einen Prozess der Reformen und der Demokratisierung. Dazu brauche es eine Lösung zwischen den Parteien in Libyen, die alle Kompromisse machen müssten.