Fünf überraschende Fakten

Zum Welttag des Lächelns: Lächle - und die Welt lächelt zurück

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04. Oktober 2019 - 13:02 Uhr

Bitte Lächeln: 5 überraschende Gründe, häufiger zu lachen

Ein Lächeln auf den Lippen hat unglaublich viele Vorteile. Lächeln entwaffnet. Lächeln gewinnt. Lächeln macht uns und andere glücklich. Und: Ein Lächeln kostet nichts - und schenkt so viel Freude. Aber Lächeln kann noch viel mehr: es hilft bei der Karriere, lässt uns länger leben und beeinflusst unser Liebesglück. Wir haben fünf überraschende Fakten zum Lächeln zusammengestellt. Spätestens die sollten Sie davon überzeugen: lächle und dein Leben verändert sich (Buddha).

Alles fing mit dem gelben Smiley an

1999 startete ein Mann eine weltweite Aktion: den Welttag des Lächelns. Der Tag des Lächelns wird jedes Jahr am ersten Freitag im Oktober gefeiert. Der Erfinder heißt Harvey Ball. ein Werbegrafiker aus Worcester. Kennen Sie nicht? Aber das, was er erfunden hat schon: den "Smiley". Den fröhlichen gelben Kreis, der mittlerweile jede zweite Handynachricht schmückt. Mittlerweile kann der Smiley natürlich noch viel mehr. Er kann wütend, entrüstet, genervt und todtraurig aussehen. 

Mittlerweile heißen die Smiley deshalb eher Emojis, und es ist eine richtige Wissenschaft, sie richtig zu verwenden. Aber ursprünglich sollte der kleine gelbe Kreis eines: gute Laune verbreiten. Und so heißt an diesem Freitag wieder das Motto: "Sei freundlich und bring jemand anderen zum Lächeln!"

# 1: Wer lächelt, sieht jünger aus

Wenn das mal kein Grund zum Lächeln ist: angeblich wirkt Lächeln sogar besser als Botox. Dr. Manuel Völkle von der "Max Planck Gesellschaft Berlin" hat herausgefunden, dass lächelnde Menschen fast immer jünger geschätzt werden. Zum einen machen Lachfältchen es schwerer, das Alter korrekt zu schätzen, zum anderen wirken lächelnde Gesichter attraktiver und damit jünger.

#2: Lächeln prognostiziert die Ehedauer

Sage mir, wie Du auf Schulfotos schaust, und ich sage dir, ob deine Ehe hält. Klingt etwas grotesk, funktioniert aber – wenn man einer Studie aus dem Jahr 2009 glaubt. Matthew Hertenstein von der amerikanischen DePauw-Universität analysierte den Zusammenhang zwischen Fotos aus Kindheitstagen und der Scheidungsrate von über 700 Amerikanern. Zum einen sammelte Hertenstein Fotos aus der Schulzeit und bewertete auf einer Skala von Eins bis Zehn, wie intensiv sie auf den Bildern lächelten. Zum anderen notierte er den Beziehungsstatus der Teilnehmer. Das Ergebnis: Wer schon in der Jugend besonders ernst dreinschaute, war als Erwachsener mit drei Mal höherer Wahrscheinlichkeit geschieden.

Lächeln soll das Scheindungsrisiko verringern
Wer mehr lächelt, hat laut Studien eine größere Chance auf eine glückliche Ehe ohne Scheidung.
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# 3: Wer auf Profilbildern lächelt, ist später glücklicher

Wer auf seinen Profilbildern lächelt, erfreut nicht nur das Auge des Betrachters. Vielmehr haben auch die abgebildeten Personen selbst deutlich höhere Glückschancen. Das sagen zumindest die Psychologen Patrick Seder und Shigehiro Oishi. Die zwei Wissenschaftler der psychologischen Fakultät der Universität Virginia haben eine Studie über Facebook-Profilbilder durchgeführt. Und dabei herausgefunden, dass Menschen, die auf ihrem Facebook-Profilbild lächeln, dreieinhalb Jahre später deutlich zufriedener mit ihrem Leben waren als andere.

# 4: Lachen hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge

Diese Information sollten sich besonders Lehrer merken: Comedy-Sendungen können Ihnen und Ihren Schülern im Unterricht helfen. Denn die Kombination von Lernen und Lachen unterstützt das Erinnerungsvermögen. Das fanden zwei Wissenschaftler der Universität Marquette im US-Bundesstaat Wisconsin heraus. Mark Powless und Kristy Nielson lasen dazu zwei Gruppen von Testpersonen jeweils 30 Wörter vor. Einer Gruppe zeigten sie im Anschluss einen Sketch aus der US-Comedy-Show "Saturday Night Live". Nach einer Woche erinnerten sich diese Testpersonen noch an 15 bis 20 Wörter, die andere Gruppe kam nur auf 5 bis 10 Wörter.

# 5: Lächle dich selbst an - und die Welt lächelt zurück

Wenn Sie sich am Morgen nach dem Aufstehen selbst ein Lächeln schenken, starten Sie besser in den Tag. "Stellen Sie sich aufrecht vor den Spiegel und lächeln Sie sich zu", rät die Mannheimer Psychotherapeutin Dr. Doris Wolf im Patientenmagazin "HausArzt".

Was dahinter steckt, wird wissenschaftlich Embodiment bezeichnet: Mit unserer Körperhaltung und Mimik können wir demnach unsere Stimmungslage gezielt beeinflussen. Studien zeigen: Mit einer selbstbewussten Pose und einem Lächeln programmieren Sie sich selbst auf gute Laune. Andersherum funktioniert es leider auch: Wer Schultern und Mundwinkel hängen lässt, versetzt sich selbst in schlechte Stimmung.