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Zugunglück in Spanien: Für die Angehörigen geht das Bangen weiter

Zugunglück in Spanien: Für die Angehörigen geht das Bangen weiter

"Wir sind total verzweifelt"

Nach dem Zugunglück in Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens geht das Bangen und Warten weiter. Viele Angehörige wissen immer noch nicht, was mit ihren Familienmitgliedern passiert ist. Denn manche Passagiere werden immer noch vermisst, tauchen aber nicht auf der Liste der Todesopfer und Verletzten auf.

Angehörige von Opfern des Zugunfalls in Spanien
Santiago de Compostela: Die Angehörigen der Opfer des Zugungglücks trösten sich gegenseitig.
REUTERS, MIGUEL VIDAL

Die Menschen an der Unglücksstelle warten angespannt auf Neuigkeiten. Sie wollen endlich Klarheit: Sind ihre Verwandten unter den Opfern - oder nicht? Die quälende Ungewissheit raubt ihnen den letzten Nerv. "Wir sind total verzweifelt. Wie wollen die Helfer die Identität der Personen feststellen, die nicht bei Bewusstsein sind? Wir vermissen meine Nichte. Ich denke, sie ist tot. Wir sind sehr traurig", erzählt eine Frau völlig aufgelöst.

"Ich weiß nichts. Ich erreiche meine Mutter nicht mehr. Die Herren sagen uns nichts", sagt die nächste Frau aufgebracht. "Wir haben von dem Unfall gehört und suchen jemanden. Er steht auch nicht auf der Liste. Die Person war im Zug, geht aber nicht mehr ans Telefon. Also hoffen wir weiter", erklärt eine andere Frau.