Zugunglück bei Magdeburg: Anklage

Knapp ein Jahr nach dem schweren Zugunglück in Sachsen-Anhalt mit zehn Toten und vielen Verletzten hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Lokführer des damals verunglückten Güterzuges erhoben. Der Sprecher des Landgerichts Magdeburg, Christian Löffler, bestätigte entsprechende Berichte der 'Mitteldeutschen Zeitung' und der 'Magdeburger Volksstimme'.

Demnach lautet der Vorwurf auf fahrlässige Tötung in zehn Fällen und fahrlässige Körperverletzung in 22 Fällen sowie auf Gefährdung des Bahnverkehrs. Ein Termin für den Prozess stehe noch nicht fest, sagte Löffler. Der 40 oder 41 Jahre alte Lokführer hatte einen mit Kalk beladenen Güterzug gesteuert, der am späten Abend des 29. Januar 2011 auf eingleisiger Strecke bei Hordorf im Landkreis Börde frontal mit einem entgegenkommenden Personenzug des Harz-Elbe-Expresses (Hex) zusammengestoßen war.