Newsticker
Alle aktuellen Nachrichten im Überblick

Zugbetreiber Vlexx muss Strafe für Verspätungen zahlen

«Vlexx»-Zug
Ein Regionalexpresszug der Firma "Vlexx". Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv © deutsche presse agentur

Wegen häufiger Zugverspätungen im Sommer muss das Verkehrsunternehmen Vlexx nun Strafe zahlen. Wie ein Sprecher des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (SPNV Süd) am Donnerstag sagte, sei vor allem die Strecke zwischen Alzey und Worms betroffen gewesen. Hier waren demnach teilweise nur 75 Prozent der Züge pünktlich. Üblicherweise erreicht Vlexx nach Angaben des Sprechers 90 bis 95 Prozent. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.

Verantwortlich für die Verspätungen sei auch die Deutsche Bahn (DB) mit ihrer Tochter DB Netz, die die Gleise betreibt, sagte der Sprecher. Aufgrund der Hitze im Sommer sei ein großer Teil der Gleisanlagen "nicht uneingeschränkt befahrbar" gewesen, Reparaturen hätten lange gedauert. Vlexx bestätigte dies auf Anfrage. Es habe einige "Langsamfahrstellen" gegeben, die Infrastruktur sei "nicht so gewesen, wie sie hätte sein sollen", sagte eine Sprecherin. Die DB Netz äußerte sich zunächst nicht.

Aber auch verkürzte Züge hatten Probleme verursacht. Die Vlexx-Sprecherin bestätigte entsprechende Angaben des Zweckverbands, dass teilweise Fahrzeuge nicht wie geplant bereitgestellt worden waren. Es habe Probleme mit einigen Fahrzeugen gegeben. Diese habe man mittlerweile im Griff. Die Strafen, die Vlexx zahlen muss, sind laut Zweckverband Teil des Vertrages mit jedem Zugbetreiber. Verspätungen ab fünf Minuten und mehr werden so geahndet. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Verspätung durch eigenes Verschulden oder Probleme an der Infrastruktur entstanden seien, erklärte die Vlexx-Sprecherin. Die Höhe der Strafe wurde nicht mitgeteilt.


Quelle: DPA

Mehr News-Themen