Zug entgleist: Tote und Verletzte im Nordwesten Spaniens

Ein Schnellzug aus Madrid war kurz vor Erreichen des Bahnhofs der Regionalhauptstadt Galiciens entgleist.
© dpa, Oscar Corral

11. Februar 2016 - 9:15 Uhr

Waggons prallten gegen Mauer

Bei einem schweren Zugunglück im Nordwesten Spaniens sind mehr als 30 Menschen getötet worden. Dies berichtete die staatliche Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf Polizeikreise und Augenzeugen. Wie die Rettungskräfte mitteilten, wurden bei dem Unglück in Santiago de Compostela mehr als 50 Fahrgäste eines Schnellzugs verletzt.

Das Unglück ereignete sich in der Pilger-Metropole Santiago de Compostela. Ein Schnellzug aus Madrid war kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof der Regionalhauptstadt Galiciens aus zunächst unbekannter Ursache entgleist. Alle 13 Waggons des Zuges sprangen aus den Schienen. Einige Wagen prallten neben den Gleisen gegen eine Mauer und stürzten um, andere Waggons verkeilten sich ineinander.

Die Waggons lagen auf der Seite, Rauch stieg auf, wie im Internet veröffentlichte Bilder der Zeitung 'Voz de Galicia' zeigten. "Es passierte so schnell", sagte ein Überlebender dem Radiosender 'Cadena Ser'. Der Zug habe sich in einer Kurve verdreht, danach hätten sich die Waggons aufgetürmt.

Zug in Flammen: "Menschen wurden zu Boden gedrückt"

"Eine Menge Menschen wurde zu Boden gedrückt. Wir haben versucht, ins Freie zu kommen, und bemerkten dabei, dass der Zug in Flammen stand. Ich habe Leichen gesehen." Ein Augenzeuge berichtete von einer Explosion, bevor er den verunglückten Zug sah.

Der Zug hatte sich auf der Fahrt von Madrid zur Küstenstadt El Ferrol im Nordwesten Spaniens befunden. Er war mit etwa 200 Fahrgästen besetzt gewesen. Am kommenden Wochenende hatte in Santiago de Compostela ein großes Fest stattfinden sollen. Die Stadt sagte die Feierlichkeiten aufgrund des Zugunglücks ab.