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Zuchtpferde aus Niedersachsen sind weltweit begehrt

Axel Brockmann mit einem Pferd
Axel Brockmann, Landstallmeister vom niedersächsischen Landgestüt Celle, steht neben einem Pferd. Foto: Holger Hollemann/Archiv © deutsche presse agentur

In Niedersachsen gezüchtete Pferde sind bei Käufern weltweit begehrt und erzielen bei Auktionen teils hohe Preise. Vor allem die beiden regionalen Rassen Hannoveraner und Oldenburger sind Global Player, erklärte Axel Brockmann, Landstallmeister des niedersächsischen Landgestüts Celle. Einzelne Tiere bringen den Züchtern bei Auktionen hohe Summen ein, so zuletzt Ende Oktober beim Hannoveraner Hengstmarkt in Verden: Ein prämierter Hengst wechselte dort für mehr als zwei Millionen Euro den Besitzer. Der Preis ist ein bis dahin bei einer Verbandsauktion in Deutschland noch nicht erreichter Spitzenpreis, wie die Veranstalter mitteilten.

Trotz eines Rückgangs der Zuchtbetriebe im Land im Laufe der vergangenen zwanzig Jahre gibt es aus Sicht Brockmanns für die Zucht der Reittiere eine Zukunft. Auch Ulrike Struck, Fachreferentin für Pferdezucht und -haltung bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, sagte: "Die Talsohle ist erreicht." Nach einer stetigen Abnahme der Anzahl der gezüchteten Stuten und Fohlen, gebe es nun eine Konsolidierung des Marktes.

Heutzutage seien rund die Hälfte der bundesweit registrierten Zuchtstuten bei Verbänden in Niedersachsen verzeichnet, betonte Brockmann. Zudem sind 10 der 34 in Deutschland anerkannten Pferdezüchtervereinigungen in Niedersachsen ansässig. Dort waren 2016 insgesamt knapp 22.000 Zuchtpferde eingetragen, was nach Angaben der niedersächsischen Landwirtschaftskammer etwa einem knappen Drittel des bundesdeutschen Zuchtpferdbestandes entspricht.


Quelle: DPA

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