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Zu wenig Unterkünfte: Würden Sie Flüchtlinge bei sich aufnehmen?

Berlinerin bietet Flüchtling Dach über dem Kopf

Würden Sie einen Flüchtling bei sich zuhause unterbringen? Viele Deutsche könnten sich das zumindest vorstellen. Und auch aus der Politik kommt jetzt der Vorschlag, das zu ermöglichen – denn die Not der Behörden, die immer mehr werdenden Flüchtlinge unterzubringen ist groß.

Zu wenig Unterkünfte: Würden Sie Flüchtlinge bei sich aufnehmen?
Diana Riegel lässt Flüchtling bei sich wohnen: Ein Modell mit Zukunft?

Nach den mutmaßlichen Misshandlungen in einer Unterkunft im Siegerland ist die Empörung groß und immer mehr Menschen fordern bessere Bedingungen für Flüchtlinge in Deutschland. Also tatsächlich in den eigenen vier Wänden ein Zimmer frei räumen, um einen Menschen in Not aufzunehmen? Eine Frau aus Berlin hat genau das getan.

Diana Riedel hat einen neuen Mitbewohner. Mouhammed stammt aus Nigeria, über Libyen und Italien ist er als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Die Berlinerin bietet ihm in ihrer 58 Quadratmeter-Wohnung ein Dach über dem Kopf.

Das Modell scheint gut zu funktionieren. Während die Flüchtlinge in Sammelunterkünften hauptsächlich in Gruppen unter sich sind, können sie sich in privaten Haushalten viel besser integrieren. "Ich finde es ganz wichtig, hier einfach ein Zeichen zu setzen - auch für unsere Politiker", sagt die Personal-Trainerin.

Politikerin setzt sich ein, die Schranken auf freiwilliger Basis zu öffnen

"Wenn hilfsbereite Mitmenschen ihre Türen für Flüchtlinge öffnen wollen, dann sollten wir diese nicht durch staatliche Schranken verschließen", sagt CSU-Politikerin Dagmar Wöhrl. Die Politikerin setzt sich dafür ein, dass es jedem Haushalt ermöglicht werden solle, Flüchtlinge aufzunehmen - auf freiwilliger Basis.

Andere Politiker halten sich bei dem wenig populären Thema bedeckt. Die neue Wohngemeinschaft in Berlin scheint Wöhrl auf jeden Fall recht zu geben, denn das Zusammenleben klappt gut.

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