Zu unrentabel: Postbank macht bis Ende des Jahres mehr als 100 Filialen dicht

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20. Mai 2018 - 15:08 Uhr

Massive Schließungen bei der Postbank

Für manche Filialen ist schon Schluss, viele weitere folgen in den kommenden Monaten: Die Postbank will bis Ende 2018 jede zehnte ihrer rund 1.000 Filialen schließen. Das berichtet die 'Bild am Sonntag'. Am stärksten betroffen ist Nordrhein-Westfalen.

Postbank: Keine Entlassungen

"Am Ende werden es deutlich über 100 in diesem Jahr sein", so Postbank-Vorstandsmitglied Susanne Klöß laut 'Welt am Sonntag'. Dem Blatt liegt eigenen Angaben zufolge eine interne Streichliste vor, aus der hervorgeht, dass allein in Deutschland 72 Filialen geschlossen werden sollen. 21 von diesen befinden sich in Nordrhein-Westfalen.

Die Schließungen laufen bereits seit Februar. Filialen in Berlin, Erfurt und Leipzig wurden bereits geschlossen. Noch im Mai werden weitere in Bielefeld, Halle, Kirchheim, Kleinmachnow, Lauenburg, Meldorf, Nürnberg, Plauen, Saarbrücken und Zwickau dicht gemacht. Bis Ende des Jahres folgen viele weitere Filialen, sie gelten nach Informationen der Zeitung als unrentabel.

Der Großteil der Mitarbeiter sei von der Deutschen Post ausgeliehen und gehe dorthin zurück. "Unsere Mitarbeiter wechseln zu anderen Standorten, jeder bekommt eine Anschluss-Beschäftigung", sagte Klöß. Sie kündigte an: "Wir schließen nicht nur, wir eröffnen auch. Bis Mitte 2019 entstehen insgesamt 50 neue Vertriebscenter, in denen wir auch Beratung für Wertpapiere und Baufinanzierung anbieten. 25 dieser Center gibt es bereits."

Die Postbank gehört komplett der Deutschen Bank und wird demnächst mit deren Privatkunden-Geschäft zusammengelegt. Klöß sagte dazu, die Filial-Schließungen hätten mit dem Thema Deutsche Bank nichts zu tun, sondern seien Teil der langfristigen Strategie.