Regierung stoppt Formel-1-Projekt

„Zu riskant“: Dänemark-GP bleibt unerfüllter Traum

Dänische und deutsche Flagge
Dänische und deutsche Flagge
© dpa, Carsten Rehder, reh jhe dbo gyd

07. Februar 2020 - 17:56 Uhr

Königsklasse kommt nicht nach Dänemark

Die Hoffnung der skandinavischen Fans auf ein Formel-1-Rennen in Dänemark ist geplatzt. Der ambitionierte Königsklassen-Plan ist für die amtierende Regierung "zu riskant".

"Zeit nicht reif für ein Formel-1-Rennen“

"Dies ist ein komplexes und riskantes Projekt, das eine breite Unterstützung von vielen Akteuren erfordert, einschließlich breiter politischer Unterstützung", schrieb Handelsminister Simon Kollerup laut übereinstimmenden Medienberichten in einem Brief an Helge Sander. Der ehemalige Wissenschaftsminister war für die Formel-1-Pläne in Dänemark verantwortlich und hatte Kollerup um ein Treffen gebeten.

"Das Projekt hat für die Regierung derzeit keine Priorität", betonte Kollerup: "Ich bin froh, dass wir engagierte Leute haben, die leidenschaftlich gerne große Events nach Dänemark bringen, aber die Zeit ist nicht reif für ein Formel-1-Rennen."

F1-Beauftragter: Es gab Interesse und mögliche Investoren

 Erhvervsminister Simon Kollerup S , direktoer i Dansk Erhverv Brian Mikkelsen og direktoer i Netto, Michael Loeve ved praesentationen af regeringens vaekstplan for handels- og logistikerhvervet, paa Boersen i Koebenhavn torsdag den 9. januar 2020. ,
Simon Kollerup: "Das Projekt hat für die Regierung derzeit keine Priorität"
© imago images/Ritzau Scanpix, Liselotte Sabroe via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Sander reagierte "unglaublich enttäuscht", zitiert ihn das dänische Boulevard-Blatt BT. Am weitesten vorangetrieben waren ursprünglich die Pläne für ein Stadtrennen in Kopenhagen. Die FIA hatte den Kurs bereits genehmigt und einen Platz im Rennkalender 2020 reserviert, ehe Bürgermeister Frank Jensen seine Unterstützung zurückzog.

Die Formel 1 habe ihn daraufhin beauftragt, weitere Möglichkeiten zu erkunden, "und ich war mit einer Reihe von Städten in Kontakt. Zwei von ihnen - Aalborg und Roskilde - waren realistisch und es gab sowohl kommunale Unterstützung als auch Interesse von privaten Investoren", sagte Sander zu BT: "Ein so großes Projekt erfordert jedoch auch staatliche Unterstützung." Die wird es nicht geben.