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Zu langer Kerzendocht setzt mehr Schadstoffe frei

Kerzendocht Schadstoffe
Wenn die Flamme flackert, verbrennt die Kerze schlecht - und das setzt mehr Schadstoffe frei.
Franziska Gabbert/dpa-tmn

Ruß ist ein Anzeichen dafür, dass Feinstaub freigesetzt wird. Aber in vielen Kerzen werden beim Abbrennen noch weit mehr Schadstoffe freigesetzt. Dabei kann man das mit ein paar Tipps vermeiden.

Im Kerzenwachs können Schadstoffe enthalten sein, zum Beispiel Formaldehyd, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Stickstoffoxide. Flackert die Flamme beim Abbrennen, werden mehr davon frei gesetzt. Daher rät die Verbraucherzentrale NRW zu einer Dochtlänge von rund einem Zentimeter. Gegebenenfalls muss man ihn also abschneiden.

Bei Kerzen, die einen breitere Durchmesser als vier Zentimeter haben, sollte außerdem ein zu hoher Rand auf ein bis zwei Zentimeter heruntergeschnitten werden. Das verbessert die Sauerstoffzufuhr für das Abbrennen - und die ist wichtig für ein gutes Abbrennen mit möglichst wenig Schadstoffen und Ruß.

Kerzen am besten ohne Duft und ohne Dekoration

Die Verbraucherschützer empfehlen Kerzen ohne Duftzusätze, da diese Allergien und Kopfschmerzen auslösen können. Außerdem lässt sich in der Produkt-Deklarationn schwer erkennen, ob gesundheitsschädliche Chemikalien wie polyzyklische- oder Nitro-Moschus-Duftstoffe enthalten sind. Diese könnten sich im Fettgewebe oder der Muttermilch anreichern.

Außerdem verweist die Verbraucherzentrale auf eine Studie des Instituts Fraunhofer WKI, wonach Duftkerzen beim Verbrennen stärker mit PAK und Feinstaub produzieren und in der Raumluft anreichern als herkömmliche Wachslichter. Zu solchen Belastungen können übrigens auch Glitter, Lack, Kunstschnee oder pflanzlichen Bestandteile als Dekoration an Kerzen führen.