Nach verheerendem Feuer im Krefelder Zoo

Niedergebranntes Affenhaus wird bis Jahresende abgerissen

Das komplett zerstörte Affenhaus des Krefelder Zoos soll bis Jahresende abgerissen werden.
Das komplett zerstörte Affenhaus des Krefelder Zoos soll bis Jahresende abgerissen werden.
© dpa, Christoph Reichwein, rr fgj

22. Oktober 2020 - 14:29 Uhr

Gorilla musste von Polizisten erschossen werden

In der Neujahrsnacht 2020 zerstörte ein fürchterliches Feuer das Affenhaus im Krefelder Zoo. 50 Tiere starben, darunter acht Menschenaffen. Ein Polizist musste einen schwer verletzten Gorilla erschießen. Bis Jahresende soll das komplett zerstörte Gebäude nun endlich abgerissen werden, wie der Zoo mitteilte.

Gorilla-Garten bleibt während Affenhaus-Abriss geöffnet

Am Montag soll der zweite Teil des Abrisses der Brandruine beginnen. Um das Betonfundament zu entsorgen, müssen unter anderem 3.900 Tonnen Beton mit einem 50 Tonnen schweren Spezialfahrzeug zerkleinert und mit Lastwagen abtransportiert werden. Der Gorilla-Garten neben dem Affenhaus bleibt währenddessen geöffnet.

Zoo Krefeld plant neues "Artenschutzzentrum Affenpark"

Für die Zoomitarbeiter ist der Abriss der Affenhaus-Ruine ein wichtiger Schritt, um die schrecklichen Ereignisse der Brandnacht zu verarbeiten. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, will der Krefelder Zoo das "Artenschutzzentrum Affenpark" errichten. Künftig sollen 20.000 Quadratmeter für die Haltung von Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans zur Verfügung stehen – ein Siebtel der Gesamtfläche des Zoos.

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Himmelslaternen sollen Affenhaus-Brand ausgelöst haben

Nach der Brandkatastrophe hatte die Staatsanwaltschaft Strafbefehle gegen drei Frauen beantragt. Ihnen wird vorgeworfen, in der Neujahrsnacht sogenannte Himmelslaternen steigen gelassen zu haben. Diese sollen das Feuer im Affenhaus des Krefelder Zoos ausgelöst haben. Der Schaden liegt in Millionenhöhe.