Zoff um Sitzordnung im Bundestag: FDP muss erstmal neben AfD sitzen

*Frauke Petry ist aus der AfD ausgetreten und fraktionslos. Mario Mieruch hat die AfD-Fraktion am 4. Oktober 2017 verlassen.
*Frauke Petry ist aus der AfD ausgetreten und fraktionslos. Mario Mieruch hat die AfD-Fraktion am 4. Oktober 2017 verlassen.
© Sitzordnung, Bundestag

13. Oktober 2017 - 17:26 Uhr

AfD-Einzug in den Bundestag mischt Parlament auf

Der Einzug der AfD mischt das Parlament auf. Die FDP will nicht neben den Rechtspopulisten sitzen. Doch vorerst wird es so kommen.

FDP will lieber links von CDU sitzen

Trotz Protesten sollen die Liberalen bei der konstituierenden Sitzung des nächsten Bundestages am 24. Oktober neben der AfD sitzen. Das teilte Noch-Bundestagspräsident Norbert Lammert mit.

Die FDP hatte bis zuletzt bekräftigt, dass sie lieber weiter in der Mitte sitzen will, links von der CDU. Die Bundesversammlung besteht aus den Abgeordneten des Bundestages und Abgesandten der Länderparlamente und wählt den Bundespräsidenten.

FDP will neu debattieren – AfD findet's "lächerlich"

Germany's Free Democratic Party FDP leader Christian Lindner listens during a news conference in Vienna, Austria, October 11, 2017. REUTERS/Heinz-Peter Bader
Muss mit seiner Fraktion vorerst neben der AfD Platz nehmen: FDP-Chef Christian Lindner.
© REUTERS, HEINZ-PETER BADER, HPB/MJB

FDP-Parteisprecher Nils Droste bestätigte, dass die Partei die Sitzordnung zumindest für die konstituierende Sitzung akzeptiert. Er hatte allerdings vorher nicht ausgeschlossen, dass die Partei nach dem 24. Oktober wieder eine Debatte über die Sitzordnung beantragen wird. Sollte sich dann eine Mehrheit für eine Änderung aussprechen, könnten die Sitze noch einmal neu gruppiert werden, sagte er.

Der Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alexander Gauland, sagte, er finde die Frage der Sitzordnung irrelevant und könne die Haltung der FDP deshalb auch überhaupt nicht nachvollziehen. "Ich finde das völlig lächerlich."