Zirkus Royal setzt in Corona-Krise auf zweite Jahreshälfte

Artistin Gina Lauenburg übt mit ihrem Reifen vor dem Zirkuswagen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
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17. Juni 2020 - 15:01 Uhr

Der Zirkus Royal setzt in der Corona-Krise auf die zweite Jahreshälfte. "Wir hoffen auf den Herbst", sagte Zirkusdirektor Mario Sperlich der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Gadebusch (Landkreis Nordwestmecklenburg). Seit Mitte März konnte der Zirkus keine Vorstellungen geben, erzählt der 57-Jährige. Die ersten Auftritte seien Ende August geplant - vorher sei ohnehin Sommerpause. Seit dieser Woche dürfen Zirkusse wieder Aufführungen anbieten in MV.

Ursprünglich seien in den vergangenen Monaten Auftritte in mehreren norddeutschen Bundesländern geplant gewesen. "Wie hoch der wirtschaftliche Schaden ist, lässt sich noch nicht beziffern", sagt Sperlich. Die Situation sei nicht einfach, denn selbst wenn aufgeführt werden könne, müsse der Zirkus in Vorleistungen gehen. Laut Sperlich gehören elf Familienmitglieder zum Betrieb. Bei Tourneen kämen weitere Artisten dazu.

Lothar Welte vom Landes-Schaustellerverband fühlt seine Branche ungerecht behandelt. "Selbst kleine Rummelplätze dürfen nicht öffnen. Freizeitparks schon." Die Branche gehe den Bach runter.

Quelle: DPA