Zirkus Roncalli verzichtet ab 2018 auf Tiere in der Manege

© dpa, Britta Pedersen, ped abl

16. November 2017 - 21:46 Uhr

Roncalli-Gründer Bernhard Paul: "Wir machen das aus Liebe zu unseren Tieren"

Das wird die Tierschützer freuen. Nach der andauernden Kritik an der Haltung von Zirkustieren hat sich der große Zirkus Roncalli dazu entschlossen, ab 2018 überhaupt keine Tiere mehr in der Show einzusetzen.

Weihnachtszirkus die letzte Show mit Tieren

"Wir machen das aus Liebe zu unseren Tieren", sagte Roncalli-Gründer Bernhard Paul dem Berliner 'Tagesspiegel'. So wird der Weihnachtszirkus in diesem Jahr die letzte große Show mit Vierbeinern sein.

Anstatt der Ponys und Pferde werden in Zukunft verstärkt Artisten im Programm vertreten sein. Man müsse schließlich mit der Zeit gehen, so Paul. Es waren auch viele Zuschauer, die ein Ende der Tiershow gefordert hatten.

Wildtiere waren ohnehin schon lange raus aus der Manege

Die Tierschutzorganisation Peta jubelt: "Endlich ist Roncalli tierfrei." Eine gute Zirkusshow brauche keine Löwen, Elefanten und Seehunde. Allerdings hatte Roncalli wilde Tiere schon in den Neunzigern aus dem Zirkusrund geholt. Zuletzt waren nur noch Pferde und Ponys die 'Stars in der Manege'.

Der Zirkus Roncalli, von Paul und dem Künstler Andre Heller 1976 ins Leben gerufen, gehört zu den berühmtesten Europas.