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Zermatt: Nach vier Tagen wieder erreichbar

"Schneesicher - 365 Tage im Jahr"

Nach vier Tagen ist der eingeschneite Schweizer Wintersportort Zermatt wieder mit dem Zug erreichbar. Ab 17.00 Uhr fuhren am Mittwoch Bahnen im Pendeltakt, um möglichst viele Urlauber aus dem Ort hinaus und anreisende Gäste hineinzubringen, teilte die Matterhorn-Gotthard-Bahn mit. Der Zug verkehrt auf etwa fünf Kilometern zwischen Zermatt und Täsch. Von dort aus geht die Reise bis auf weiteres mit dem Bus ins Tal nach Visp weiter. Bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen war Zermatt wegen Lawinengefahr kaum mehr zu erreichen. Im Wintersportort in der Schweiz saßen 9.000 Gäste fest.

Nichts ging mehr: Weder auf Straßen, noch auf Schienen oder in der Luft

Blick am 21.01.2018 auf das verschneite Zermatt (Schweiz). Der Wintersportort Zermatt in der Schweiz ist nach ergiebigen Schneefällen erneut nur noch aus der Luft erreichbar. (zu dpa «Nach Schneefällen ist Zermatt nur per Helikopter erreichbar» vom 2
Der Wintersportort Zermatt in der Schweiz ist nach ergiebigen Schneefällen erneut nur noch aus der Luft erreichbar. © dpa, Philippe Mooser, pm ak abl

Wegen der Lawinengefahr war der Zugverkehr eingestellt worden. Auch die Zufahrtstraße war gesperrt. Die einzige Möglichkeit den Ort zu verlassen, bestand zwischenzeitlich per Helikopter. Seit Sonntagmittag hatte 'Air Zermatt' Shuttle-Flüge zwischen Zermatt und dem sechs Kilometer entfernten Täsch eingerichtet. Laut Gemeinde waren die Tickets für Sonntag für den Abflug in Zermatt schon nach kurzer Zeit ausverkauft. Fotos zeigten lange Warteschlangen am Startplatz. Nach kurzer Zeit mussten diese Flüge wegen des schlechten Wetters aber eingestellt werden. Anreisende Gäste wurden gebeten, deutlich vor Zermatt eine Unterkunft zu suchen.

Bei der jüngsten Sperre von Straße und Bahn in der zweiten Januarwoche hatte 'Air Zermatt' nach eigenen Angaben 2.200 Gäste, Einheimische und Angestellte von oder nach Zermatt geflogen. Außerdem wurden 67 Tonnen Güter transportiert.

Im Tal liegen fast zwei Meter Schnee

Touristen stehen mit ihrem Gepäck am 21.01.2018 auf dem Dach des Matterhorn Terminals in Täsch (Schweiz) um per Hubschrauber zum Wintersportort Zermatt zu fliegen. Zermatt in der Schweiz ist nach ergiebigen Schneefällen erneut weitgehend von der Auße
Touristen stehen mit ihrem Gepäck am 21.01.2018 auf dem Dach des Matterhorn Terminals in Täsch (Schweiz), um per Hubschrauber zum Wintersportort Zermatt zu fliegen. © dpa, Dominic Steinmann, ds sme lis

Laut Website der Gemeinde wurden am Sonntag fast alle Bergbahnen wegen der Lawinengefahr geschlossen. Von den 360 Pistenkilometern seien nur 14 Kilometer befahrbar, hieß es. Im Tal liegen fast zwei Meter Schnee. Auf den Bergen rund um den bekannten Skiort türmen sich die Schneemassen auf mindestens drei Meter Höhe.

Die Behörden hatten nach erneuten ergiebigen Schneefällen in Teilen der Schweiz die zweithöchste Lawinenwarnstufe ausgerufen. Es wird damit gerechnet, dass im Wallis sogar die höchste Gefahrenstufe erreicht wird. Es wäre das erste Mal seit 1999.

Zermatt liegt am Fuß des weltberühmten Matterhorns auf gut 1600 Metern Höhe. In der Skisaison 2016/17 verzeichnete das Gebiet 1,16 Millionen Übernachtungen - zumeist von Gästen aus der Schweiz, Deutschland, Großbritannien und den USA. Das 5.500-Einwohner-Dorf hat etwa 13.500 Betten in Hotels und Ferienwohnungen.

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