Zentralafrikanische Rebellen nehmen Geiseln in Kamerun

23. September 2014 - 14:15 Uhr

Rebellen aus der Zentralafrikanischen Republik sollen im Nachbarland Kamerun mindestens neun Menschen verschleppt haben. Bei den Tätern handele es sich wahrscheinlich um eine Splittergruppe des muslimischen Rebellenbündnisses Seleka mit dem Namen 'Democratic Front of the Central African People', berichtete die lokale Zeitung 'Mutations'.

Die Angreifer seien schwer bewaffnet gewesen und hätten ihre Geiseln aus dem Grenzort Garoua-Boulai entführt. Die Kidnapper fordern den Angaben zufolge die Freilassung ihres Anführers Abdoulaye Miskine, der in der kamerunischen Hauptstadt Jaunde in Haft sitzt. Sie kündigten weitere Angriffe in Kamerun an, falls die Regierung den Forderungen nicht innerhalb von 72 Stunden nachkomme, hieß es weiter. Bereits im Mai hatten Anhänger des aus dem Tschad stammenden Rebellenführers in der gleichen Region 18 Kameruner gefangen genommen, um so seine Freilassung zu erpressen.