Zeitungen klagen gegen 'Tagesschau'-App

16. Februar 2016 - 11:08 Uhr

Acht Zeitungsverlage ziehen gegen die 'Tagesschau'-App der ARD vor Gericht. Sie sehen in dem Online-Angebot in der gegenwärtigen Form eine rechtswidrige Konkurrenz. Am Dienstag sei Klage bei der Wettbewerbskammer des Landgerichts Köln eingereicht worden, sagte der Vorsitzende des Verlegerverbandes NRW, Christian Nienhaus, beim Medienforum NRW in Köln.

Zu den Klägern gehören außer der WAZ Mediengruppe, deren Geschäftsführer Nienhaus ist, nach dessen Aussage auch der Axel Springer Verlag ('Welt', 'Bild'), die 'Süddeutsche Zeitung', die 'Frankfurter 'Allgemeine Zeitung', die Medienholding Nord, die Verlage M. DuMont Schauberg und Lensing-Wolff sowie die 'Rheinische Post'.

Die Verlage sind der Ansicht, dass die Textanteile, die zusätzlich zu Videos und Audiobeiträgen durch die 'Tagesschau'-App angeboten werden, den Zeitungen Konkurrenz machen. Solche kostenlosen Angebote der gebührenfinanzierten Sender ARD und ZDF machten den Markt für die Verlage kaputt, argumentierte Nienhaus. Die 'Tagesschau'-App ist eine Software, die Inhalte des Online-Angebotes der 'Tagesschau' auf Smartphones und Tablet-Computer (wie Apples iPad) bringt.