Zeitalter der Gleichberechtigung: Wie sexistisch darf Werbung sein?

17. November 2014 - 14:20 Uhr

Eine schöne Frau ist die härteste Währung der Werbebranche

Wir leben im Zeitalter der Gleichberechtigung. Frauen sind Professoren, lenken Unternehmen und fliegen ins Weltall. Ist es da nicht an der Zeit, mit Werbung aufzuhören, die sie auf den Körper reduziert? Deutschlands größte Frauenorganisationen fordern, dass damit Schluss ist.

Pinkstinks
Schluss mit sexistischer Werbung, fordern namhafte Frauenverbände von 'Terres des Femmes' bis 'Frauenrat'.

"Eine halbnackte Frau kann natürlich ein erotisches Produkt oder Dessous bewerben, aber nicht Hanfseile, Särge oder Notenständer. Diese Werbung zeigt: Wir sind Dekorationsobjekte. Und da müssen wir was gegen tun", meint Stevie Meriel Schmiedel von der Organisation 'Pinkstinks'.

Doch das schöne Geschlecht lockt schon seit biblischen Zeiten, sexistische Werbung ist quasi die Erbsünde, mit der wir jetzt leben. Eine schöne Frau erregt - vor allem Aufmerksamkeit - und die ist die härteste Währung der Werbebranche.

Das Parkett muss aber doch auch anders an den Mann gebracht werden können, sagt 'Pinkstinks'. Dahinter stecken namhafte Frauenverbände von 'Terres des Femmes' bis 'Frauenrat'. Sie fordern, dass sexistische Werbung gesetzlich verboten wird. Dass Frauen nicht auf ihren Körper reduziert werden, der dann auch noch Photoshop-makellos sein muss.

Aber Werbung will witzig sein, mit Rollenklischees spielen. Die sollen dann auch verboten werden. Doch: Wer soll solche Gesetze anwenden? Wie kann entschieden werden, was zu sexistisch ist und was noch geht?