Bundesregierung bemüht sich um Rückholung

„Zehntausende Deutsche noch immer im Ausland gestrandet“

Die Rückholaktion der Bundesregierung zieht sich hin. Es sind immer Zehntausende irgendwo im Ausland verstreut.
© dpa, Frank Rumpenhorst, fru kno

01. April 2020 - 18:20 Uhr

Bundesregierung organisiert Rückreise von 200.000 Deutschen aus dem Ausland

Die Corona-Pandemie nimmt weltweit immer noch an Fahrt auf, zeitgleich wird der Flugverkehr weiter eingeschränkt, in manchen Ländern sogar komplett lahmgelegt. Viele können sich die hohen Preise der wenigen verbliebenen Flüge nicht leisten und rufen nun beim Auswärtigen Amt um Hilfe. Währenddessen tut die Bundesregierung ihr Menschenmögliches, um Rückholflüge zu organisieren.

12.000 Touristen sitzen alleine in Neuseeland fest

Mit teils großem Erfolg: In den vergangenen zwei Wochen haben bereits 187.000 Reisende aus 45 verschiedenen Ländern abgeholt werden können, so die Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Dennoch bleibt viel zu tun. Noch immer sitzen Tausende Deutsche in Thailand, Vietnam oder Südafrika fest, in Neuseeland sind es sogar 12.000 - so viele wie in keinem anderen Land. Ausgerechnet jetzt stellt sich die neuseeländische Regierung quer.

Wie eine geglückte Rückholaktion aussieht, sehen Sie oben im Video.

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Noch immer sitzen Zehntausende Deutsche im Ausland fest

Momentan blockiert die Regierung Neuseelands die Ausreise aller Ausländer, die wegen der Corona-Krise nach Hause wollen. Das neuseeländische Außenministerium verlängerte den ursprünglich bis heute laufenden Stopp der Rückführungsflüge auf unbestimmte Zeit. Wie lange die rund 12.000 Deutschen also noch in den Hotels in der Nähe der Flughäfen verharren müssen, ist unklar. Laut Premierministerin Jacinda Ardern arbeite man an "Rahmenbedingungen" für eine Wiederaufnahme der Flüge, das werde aber einige Tage dauern. "Auch wenn der Flugverkehr weitgehend zum Erliegen kommt: Wir kämpfen weiter für jeden einzelnen Flug, den wir möglich machen können", schrieb Außenminister Heiko Maas (SPD) am Mittwoch auf Twitter.

Das Auswärtige Amt schickt Hilfe

In Südafrika stecken laut Auswärtigem Amt noch 7.000 Reisende fest, in Australien 5.000, in Thailand 4.000, in Indien 2.700 und in Peru 2.000. Die Betroffenen informiert das Auswärtige Amt auf den Sozialen Netzwerken, wie Twitter regelmäßig über geplante Rückholaktionen und Möglichkeiten, sich als Reisender für einen Rückholflug zu registrieren.