Zahl verhungerter Kinder "alarmierend“

09. Februar 2016 - 14:51 Uhr

Flüchtlingszentrum: Eins von drei Kindern ist unterernährt

Die Nachrichten aus der Hungersregion in Somalia bleiben erschreckend. Die Sterbequote bei den unterernährten Kindern in den kenianischen Flüchtlingscamps steigt unerlässlich. Die Zahlen seien mittlerweile "alarmierend hoch", teilten die Vereinten Nationen mit. Im größten Flüchtlingslager der Welt in Dadaab in Nordkenia sei die Quote der Kinder unter fünf Jahren, die die Hungersnot nicht überlebten, zuletzt von 1,2 pro 1.000 Kinder auf 1,8 gestiegen, hieß es.

Hungersnot in Somalia
Viele Kinder leiden in Somalia an Unterernährung.
© dpa, red Cross And Red Cresc

Diese Zahlen bezögen sich ausschließlich auf Todesfälle in den medizinischen Zentren in dem Lager. Dabei sei kaum abzuschätzen, wie viele Kinder täglich in anderen Teilen des Lagers ums Leben kämen. In Dadaab leben derzeit fast 400.000 Menschen; die meisten von ihnen stammen aus dem Bürgerkriegsland Somalia. Ursprünglich war das Lager für 90.000 Menschen gebaut worden.

Neue Flüchtlinge kommen hinzu

Auch woanders ist die Lage ähnlich kritisch, so zum Beispiel im äthiopischen Flüchtlingszentrum Dolo Ado. "Immer neue Flüchtlinge kommen geschwächt und ausgemergelt vom Hunger und dem langen Fußmarsch aus ihren Dörfern an", hieß es. "Eins von drei Kindern, das in Dolo Ado ankommt, ist unterernährt."

Auch innerhalb Somalias, wo die Menschen am meisten unter der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren leiden, sei die Zahl der Unterernährten extrem hoch, berichtete das Flüchtlingskomitee UNHCR. Die UN schätzt, dass fast zwölf Millionen Menschen von der Hungersnot betroffen sind.

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