Zahl der Meningitis-Toten im Niger rapide angestiegen

25. April 2015 - 18:00 Uhr

Zunahme von 50 Prozent binnen zwei Tagen

Die Zahl der Opfer eines Meningitis-Ausbruchs im westafrikanischen Staat Niger ist auf 129 hochgeschnellt. Insgesamt gibt es bereits 1.150 Fälle von Hirnhautentzündung, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Bis zum Mittwoch hatte die Zahl der Toten noch bei 85 gelegen - innerhalb von nur zwei Tagen gab es nun eine Zunahme von 50 Prozent.

Betroffen sind vor allem Kinder bis 15 Jahren. Niger ist einem umfassenden UN-Entwicklungsindex zufolge das ärmste Land der Welt. Die Regierung des armen Sahara-Staats hatte am Mittwochabend angeordnet, alle Schulen bis Montag geschlossen zu halten, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Ministerpräsident Brigi Rafini rief am Mittwoch nach internationaler Hilfe, da Niger derzeit nur die Hälfte der nötigen 1,2 Millionen Impfdosen habe. Die gegenwärtige Epidemie begann den Behörden zufolge im Januar. Meningitis kann durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden.