12. Juni 2019 - 11:45 Uhr

Im vergangenen Jahr haben sich weniger Ehepaare in Hessen scheiden lassen als noch 2017. Die Zahl ging um 4,4 Prozent auf 11.949 zurück, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Nach dem Rekordjahr 2004 mit knapp 16.600 Ehescheidungen sei die Summe tendenziell rückläufig, erläuterte eine Sprecherin. Eine Erklärung könnte sein, dass zwischen 1992 (36.600) und 2013 (26.900) kontinuierlich weniger Menschen pro Jahr standesamtlich geheiratet hatten. Bei der Interpretation sei aber auch zu berücksichtigen, dass nicht alle Ehen, die in Hessen geschieden werden, auch in Hessen geschlossen wurden. Die 2018 zerbrochenen Ehen hatten den Angaben zufolge im Durchschnitt 14,9 Jahre gehalten. Das entspricht in etwa den Werten der drei Vorjahre. Knapp zwölf Prozent der Ehen scheiterten 2018 schon vor dem fünften Hochzeitstag, rund ein Viertel dauerten bis zu neun Jahre. Gut 34 Prozent der Paare waren bei der Scheidung zwischen 10 und 19 Jahre lang verheiratet gewesen, rund 29 Prozent sogar 20 Jahre oder länger. Von den Scheidungen im vergangenen Jahr waren laut Statistik 10.020 minderjährige Kinder betroffen, 273 weniger als im Vorjahr.

Auch eingetragene Lebenspartnerschaften werden nicht immer für die Ewigkeit geschlossen: Im Jahr 2018 gab es 58 Aufhebungen von Frauen und 47 Aufhebungen von Männern. Seit der statistischen Erfassung 2014 gehen rund 100 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften pro Jahr zu Bruch, wie das Landesamt mitteilte.

Quelle: DPA