Zahl der Corona-Infektionen steigt weiter deutlich

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
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21. November 2020 - 16:30 Uhr

Die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter deutlich an. Am Samstag registrierte das Landesgesundheitsamt 1225 mehr Fälle als am Vortag. Landesweit wurden bislang 62.532 Infektionen mit dem Coronavirus labordiagnostisch bestätigt und gemeldet. Von den Betroffenen gelten 41.494 Menschen als genesen. Nach einer Infektion gestorben sind bislang 1003 Personen - die Zahl stieg am Samstag im Vergleich zum Vortag um 21. Der Inzidenzwert lag bei 99 - so viele Menschen pro 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen angesteckt.

Ab einer Inzidenz von 50 gilt ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt als Corona-Risikogebiet. Die große Mehrheit liegt in Niedersachsen über dieser Marke. Die meisten Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen verzeichnete der Landkreis Cloppenburg mit 280,6, gefolgt vom Kreis Vechta (256,3) und dem Landkreis Osnabrück (254,1).

Gesundheitsministerin Carola Reimann sprach den Angehörigen der mehr als 1000 Menschen, die nach einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 gestorben sind, ihr Mitgefühl aus. Die Zahl mache deutlich, dass es sich um ein sehr gefährliches und heimtückisches Virus handele. "Viele weitere Menschen in Niedersachsen sind in den letzten Wochen und Monaten schwer an Covid-19 erkrankt, sie liegen im Krankenhaus oder kämpfen sich zurück in ihr altes Leben", sagte die SPD-Politikerin. "Unser Ziel bleibt es, so viele wie möglich vor diesem Schicksal zu bewahren und alles zu tun, das Virus einzudämmen."

Jede und jeder einzelne könne helfen, eine Ausbreitung zu verhindern. "Halten Sie sich an die Abstands- und Hygieneregeln, tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz und beschränken Sie ihre Kontakte auf ein absolutes Minimum", so Reimann. "Letztlich tragen wir alle gemeinsam die Verantwortung dafür, dass gerade die Alten und Schwachen in unserer Gesellschaft geschützt werden."

Quelle: DPA