Doppelt so viele wie vor fünf Jahren

Zahl der Ausweisungen deutlich gestiegen

© dpa, Patrick Seeger

23. August 2019 - 13:55 Uhr

30.000 Menschen mit "Ausweisungsverfügung"

Die Zahl der Ausweisungen aus Deutschland ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Im vergangenen Jahr haben die deutschen Behörden 7.408 Ausländer ausgewiesen. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung".

Albaner führen Statistik an

Der Trend scheint sich fortzusetzen: Im ersten Halbjahr 2019 betrafen entsprechende Verfügungen demnach bereits 4.666 Menschen.

Wie das Innenministerium weiter mitteilte, waren zum Stichtag 30. Juni insgesamt 304.095 Personen im Ausländerzentralregister mit einer Ausweisungsverfügung gespeichert. Davon hielten sich 29.288 noch in Deutschland auf - die meisten in Nordrhein-Westfalen (6.551).

Die restlichen Betroffenen seien freiwillig ausgereist oder wurden abgeschoben. Binnen weniger Jahre habe sich die Zahl der Ausweisungen verdoppelt, berichtet das Blatt. 2014 - also im Jahr vor dem massenhaften Zuzug von Migranten während der Flüchtlingskrise - lag sie demnach noch bei 3.411.

Laut der Auflistung der Bundesregierung führten im vergangenen Jahr Albaner die Statistik mit 758 Verfügungen vor Ukrainern mit 755 und Serben mit 509 an. Bei den insgesamt im Zentralregister gespeicherten Verfügungen ist indes die Türkei mit mehr als 53.000 Staatsbürgern führend.

Angefragt hatte die Zahlen die Linke im Bundestag.