Innenminister Seehofer und Bamf-Chef Sommer stellen Asylzahlen vor

Zahl der Asylanträge in Deutschland weiter gesunken

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23. Januar 2019 - 14:28 Uhr

Rückgang um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und der Chef des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Hans-Eckhard Sommer, haben die aktuellen Asyl-Zahlen vorgestellt: Die Zahl derer, die nach Deutschland kommen wollen, ist deutlich kleiner geworden.

Zwei Drittel kommen aus Europa

Ausländer stellten 2018 in Deutschland 185.853 Asylanträge (36.800 oder 16 Prozent weniger als 2017). Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise erreichte die Zahl der Erstanträge 2016 einen Spitzenwert von 722.000. Seither gehen die Zahlen deutlich zurück

Zwei Drittel kommen aus europäischen Staaten, Russland und die Türkei sind in dieser Zahl berücksichtigt. Auch wenn die Zahl der Antragssteller aus Syrer auf 50.000 gesunken ist, stammen die meisten Asylsuchenden aus dem Bürgerkriegsland.

Asylentscheidungen und förmliche Asylanträge im Jahr 2018

  • Syrien 50.422
  • Irak 23.605
  • Afghanistan 18.282
  • Iran 9.186
  • Nigeria 8.261
  • Türkei 8.483
  • Eritrea 10.582
  • Somalia 7.561
  • Russische Föderation 6.227
  • Ungeklärt 4.444 (Quelle: Bundesministerium des Inneren)

Seehofer und Sommer zufrieden

23.01.2019, Berlin: Horst Seehofer (r, CSU), Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, und Hans-Eckhard Sommer, Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, stellen in der Bundespressekonferenz die Asylzahlen 2018 und den Migrationsb
Horst Seehofer und Hans-Eckhard Sommer stellen die Asylzahlen 2018 und den Migrationsbericht vor.
© dpa, Kay Nietfeld, nie fdt

Innenminister Seehofer hob hervor, dass die Zuwanderung damit deutlich unterhalb des von der großen Koalition festgelegten "Korridors" von 180.000 bis 220.000 Neuankömmlingen gelegen habe. Die Regierung habe die Balance zwischen Humanität und Steuerung "in bemerkenswert guter Weise geschafft". Das sei gelungen, "indem wir klare Regeln geschaffen haben." Sein Fazit: "Trotz dieser positiven Zahlen haben wir noch einigen politischen Handlungsbedarf."

BamF-Präsident Sommer sagte, die beiden vorrangingen Ziele - Zahl der Anträge und Dauer der Bearbeitung reduzieren - seien erreicht worden. "Es gibt keine Behörde in Deutschland, die so qualifiziert arbeitet."