Kleidung, Matte, Kissen und mehr

Yoga-Guide für Anfänger: Diese Ausrüstung brauchen Sie, um loszulegen

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11. November 2019 - 11:28 Uhr

So werden Sie zum Yogi

Falls Sie schon immer Lust auf Yoga hatten, aber irgendwie nie den richtigen Einstieg gefunden haben - hier könnte er sein! Wir stellen die sechs wichtigsten Yogastile für Anfänger vor und geben Tipps zu Kleidung und Yoga-Zubehör.

Die wichtigsten Yoga-Stile im Überblick

Hatha Yoga – der Klassiker
Dieser Stil umfasst eine Reihe von Haltungen (Asanas), die Körper, Muskeln und Geist stärken. "Hatha" lässt sich mit "kraftvoll" oder auch "bewusst" übersetzen. Der Körper wird in eine Verfassung gebracht, in der Energie frei fließen kann.

Vinyasa Flow – alles im Fluss
Einzelne Yoga-Übungen werden nur wenige Atemzüge lang gehalten, dabei gibt es viel Bewegung und wenige Pausen. Ziel von Vinyasa Yoga ist die Vereinigung von Körper, Geist und Seele.

Yin Yoga – in der Ruhe liegt die Kraft
Die Yoga-Übungen werden mit Unterstützung von Hilfsmitteln lange Zeit (bis zu 10 Minuten) gehalten. Dadurch werden die Bänder und Sehnen in den Gelenken intensiv gedehnt und das Hüftgewebe sowie die untere Wirbelsäule gestärkt.

Kundalini Yoga – den Geist zur Ruhe kommen lassen
Menschen, die mehr Wert auf Durchhaltevermögen statt Dynamik setzen, sich für Spiritualität und die Kunst des richtigen Atmens interessieren, sind beim Kundalini Yoga richtig. Da die Posen länger gehalten werden, kann der Geist zur Ruhe kommen.

Jivamukti Yoga – ruht auf fünf Pfeilern
Singen, Meditieren, Atemtechniken, Philosophie und Musik verschmelzen mit kräftigen, fließenden Asanas. Das sorgt nicht nur für einen kräftigen Körper, sondern obendrein für gute Laune.

Bikram Yoga – hier geht's heiß her
Dieser Stil wird bei einer Raumtemperatur von etwa 40 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent praktiziert – und das über insgesamt 90 Minuten. Entgiftet, verbessert den Sauerstofftransport und das Gleichgewichtsgefühl. Stärkt den Rücken und baut Stress ab.

Yoga-Outfit: Darauf sollten Sie achten

Eine Frau meditiert in Berlin beim Yogafestival im Lotussitz.
Der Lotussitz wird im Yoga auch häufig Padmasana genannt
© picture-alliance/ dpa, Gero Breloer

Atmungsaktiv sollte Yoga-Bekleidung sein – am besten aus natürlichen Materialien wie Baumwolle, Fitness-Funktions-Shirts* aus Synthetikstoffen gehen aber auch. 

Wichtig: Das Yoga-Outfit sollte nicht zu eng sitzen, aber auch nicht zu weit sein. Ein zu weiter Sitz könnte nämlich bei Streckungen die Hose rutschen lassen oder das Oberteil fällt bei Über-Kopf-Asanas herunter.

Schuhe brauchen Sie nicht, denn in der Regel können alle Übungen barfuß durchgeführt werden. Ansonsten helfen Socken mit kleinen Noppen* dabei, sicher zu stehen.

Die passende Yogamatte finden

Yoga: Zubehör soll das Üben erleichtern
Yoga-Zubehör soll das Üben erleichtern
© (C) 2017 Kristen Prahl ((C) 2017 Kristen Prahl (Photographer) - [None], Kristen Prahl

Spezielle Yogamatten* haben den Vorteil, dass sie das Training körperschonender gestalten und mehr Halt bieten können. Yogamatten aus Kunststoff sind in der Regel länger haltbar und rutschfester. Matten aus natürlichen Materialien wie Schurwolle*, Jute oder auch Kork* eignen sich eher für ruhige Workouts. Die optimale Dicke der Matte hängt vom praktizierten Yoga-Stil ab. Sehr dünne Matten (ab 2 Millimetern) bieten weniger Dämpfung, dickere (ab 6 Millimetern) Matten bieten mehr Komfort, sind für Balanceübungen jedoch nicht gut geeignet. Wie Sie eine Yogamatte reinigen und pflegen, haben wir hier zusammengefasst.

Je nach Einsatz hilft ein Yogablock*, den Rücken lang und gerade zu halten, den Nacken zu entspannen oder die Brust zu öffnen. Er unterstützt diejenigen, die noch nicht flexibel genug sind und hilft bei besonders anspruchsvollen Asanas.

Yogakissen und Yogagurt

Yogagurt: Tiefere Dehnungen und eine bessere Balance
Tiefere Dehnungen und eine bessere Balance sind nur ein paar Vorteile, die ein Yogagurt für Asanas bringt
© Copyright (C) Andrey Popov (Copyright (C) Andrey Popov (Photographer) - [None], Andrey Popov

Für eine entspannte Sitzhaltung sind spezielle Yogakissen* die optimale Wahl. Die leicht erhöhte Sitzposition unterstützt den Rücken, die Wirbelsäule nimmt ihre natürliche Doppel-S-Form an und die Bandscheiben werden entlastet. Die Atmung fließt ungehindert und ruhig.

Yogagurte* gehören ebenfalls zu der Basis-Ausstattung eines Yogis. Ein Gurt kann auf einfache und sanfte Art helfen, Dehnungen zu erreichen, die ansonsten (noch) nicht machbar wären. Bei der Wahl des Yogagurts lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn von der Qualität hängen die Stabilität, die Belastbarkeit des Materials und die Lebensdauer des Gurts ab.

Im Video: Yoga-Rückenübungen für Anfänger

Yoga-Handtücher sind in Sachen Yoga-Zubehör nicht unbedingt entscheidend. Beim Kauf sollte jedoch genau auf Material und Qualität geachtet werden. Das Handtuch sollte sich gut anfühlen, schweißaufsaugend und rutschfest sein, damit während der Übungen ein sicherer Stand gewährleistet ist. Bei anstrengenden Yoga-Stilen ist ein spezielles Yoga-Handtuch besonders zu empfehlen.

Am Ende einer harten Einheit gibt es nichts Schöneres, als sich während der letzten Ruhephase beim Yoga – dem Shavasana – in eine kuschlige Baumwolldecke einzurollen. Einfach zudecken und genießen! Zudem kann die Decke auch als bequeme Unterlage oder als Unterstützung bei vielen Asanas dienen.

Ruhige Entspannungsmusik, ein natürlicher Raumduft oder Bio-Kerzen können zusätzlich zur Entspannung beitragen.

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