„X Factor“-Kandidat Enrico rappt sich in Sarahs Herz

2. November 2011 - 17:25 Uhr

Der Mini-Rapper begeisterte in der zweiten Castingshow

Die Suche nach den Talenten startete in der ersten Castingshow emotionsgeladen und so ging es auch in der zweiten Castingsendung weiter. Nachdem Joana Filipa Perestrelo Lamela vor die Jury trat und "Too lost in you" von den Sugababes zum Besten gab, brach Sarah Connor in Tränen aus. Was hatte die Jurorin so gerührt?

Den Grund flüsterte die 30-Jährige ihrem Jury-Kollegen Till Brönner ins Ohr: "Mir tut's leid ihr sagen zu müssen, dass sie nicht so gut ist, wie sie denkt und wie ihre Leute denken."

Da Joana, die eine schwierige Vergangenheit hinter sich hat, sich ihrer stimmlichen Defizite bewusst war, konnte Sarah offen mit ihr sprechen.

"Ich hatte von Anfang an so viel Angst vor dem Moment, wenn jemand reinkommt und bei dem so viel von diesem Urteil abhängt. Man merkt, da steht mehr auf dem Spiel. Ich weiß einfach, wie sich das anfühlt. Ich konnte mir nicht mehr helfen!" Für Joana gab es am Ende dennoch dreimal "Ja" von der Jury.

Für die Gruppe "Two and one Girl" war hingegen im Casting Schluss. Weder mit dem Song "Monsta" von Culcha Candela noch mit der eigenwilligen Choreographie konnte das Trio bei der Jury nicht punkten. Auch die Zugabe – "Love is gone" von David Guetta- war nicht überzeugend.

Ihr seid die einzige Gruppe auf der Welt, die es schafft mit drei Stimmen achtstimmig zu singen", kommentierte Till Brönner.

Im Gegenteil zu seinen Vorgängern machte Schüler Marlon Bertzbach beim Casting alles richtig. Seitdem Marlons Bruder bei im Film "Die wilden Kerle 2" mitgemacht hat, bekam auch der schüchterne 18-Jährige Lust, sich auch die Bühne zu stellen und zeigen, was er kann. Die letzte Motivation bekam er jedoch von seinen Freundinnen, die ihn überredet haben bei "X Factor" mitzumachen. Eine gute Entscheidung – denn Marlons eigene Version vom Oasis-Klassiker "Wonderwall" schlug bei der Jury voll ein. "Wenn jemand den 'X Factor' hat, dann bist du das", urteilte George Glueck und Till Brönner ergänzte: "Du bist das, was ich suche!"

Alles andere als schüchtern ist der 17-jährige Enrico Zümrüt. Der Mini-Rapper mit dem großen Mundwerk weiß auch ganz genau, wohin er will: ganz nach oben!

Seine Chancen stehen nach dem Casting schon mal nicht schlecht. Sein selbstkomponiertes Lied "Schmeiß die Kippe weg" kam sowohl beim Publikum als auch bei der Jury gut an: "Du bist so ein richtiges kleines Bühnenschweinchen", sagte Till. Sarahs Herz eroberte der kleine "Ico" mit seinem "supercharmanten Sprachlispler" und seiner umgedrehten Mütze.

Ein "dickes Ja" für "Big Soul"

Auch Bewerberin Edita Abdieski aus Köln überzeugte auf ganzer Linie. Die Kellnerin, die es schon einmal als Musikerin versucht hat und dadurch in die Schuldenfalle geraten ist, arbeitet nun ausschließlich dafür, um ihre Schulden abbezahlen zu können. Dass die 25-Jährige bisher keinen Erfolg mit ihrer Musik hatte, kann man sich kaum vorstellen, denn ihre Interpretation des Joss-Stone-Songs "Tell me `bout it" begeisterte die Jury. "Bei mir kommen so viele Fantasien hoch, was mit dir jetzt passieren könnte", schwärmte Till Brönner. Mit dem "Ja" der Jury geht es für Edita in die zweite Runde.

Ein "dickes Ja" von der Jury gab es ebenfalls für die vier pfundigen Power-Frauen von "Big Soul", die mit "Shackles" von Mary Mary punkten konnten.

Großes Lob gab es auch für den 24-jährigen Mati Gavriel aus Berlin, der sich mit dem Song "I remember" von Damien Rice in die Herzen der Jury sang. Mit seiner Performance machte er Sarah Connor sprachlos und sorgte bei Till Brönner für Gänsehaut. Mit einem dreifachen "Ja" schaffte es der sympathische Mati ins Bootcamp.

Während der Musiker und Kaufmann Fabrizio Fiore an seiner Selbstüberschätzung scheiterte und von der Jury den "Nix-Factor" bescheinigt bekam, bewies Caprice Edwards mit ihrer Akustik-Version des Lady-Gaga-Hits "Pokerface" viel Talent. Für die kreative Interpretation gab es dreimal "Ja" von der Jury und somit das Ticket ins Bootcamp.

Welche Kandidaten es ebenfalls in die nächste Runde geschafft haben, das sehen Sie ab jetzt immer dienstags um 20.15 Uhr bei VOX.