Die Gruppe soll sich selbst "Gucci Bande" nennen

Wuppertal: 14-Jährige schlagen Rentner zusammen - jetzt schwebt er in Lebensgefahr

24. Mai 2019 - 18:23 Uhr

Justiz steht vor Herausforderung

Sie nennen sich "Gucci-Bande" und treiben ihr Unwesen in Wuppertal. 15 Kinder und Jugendliche, die klauen, einbrechen und wehrlose Menschen verprügeln -  und das immer wieder. Ohne Konsequenzen. Jetzt haben sie einen Rentner lebensgefährlich zusammengeschlagen. Im Video erklären wir, warum die Polizei machtlos ist.

Opfer liegt auf Intensivstation

Zwei Jugendliche der Gruppe haben in Wuppertal einen 70-Jährigen mit Schlägen und Tritten so schwer verletzt, dass das Opfer Tage nach der Tat weiterhin in Lebensgefahr schwebt. Der Rentner hatte nach Polizeiangaben eine Gruppe Jugendlicher aus dem Flur eines Mietshauses auf die Straße verwiesen. Gegen die beiden 14 Jahre alten mutmaßlichen Haupttäter ordnete eine Richterin Untersuchungshaft an.

Ein Nachbar hielt einen der beiden mutmaßlichen Haupttäter am Tatort fest und gab ihn den herbeieilenden Einsatzkräften über. Der zweite gleichaltrige Tatverdächtige sei inzwischen auch festgenommen worden. Beide seien polizeibekannt und würden als Intensivtäter eingestuft. Insgesamt hätten die beiden über 200 Eintragungen bei der Polizei.

Im aktuellen Fall ermittelt eine Mordkommission. Das lebensgefährlich verletzte Opfer wird laut der Polizei auf der Intensivstation eines Krankenhauses behandelt. Es habe sehr schwere Kopfverletzungen erlitten. Nach Auskunft der Ärzte wird er bleibende Schäden behalten, wenn er die Tat überlebt.

Die Gruppierung sei bislang mit Straftaten wie Ladendiebstahl, Straßenraub, Abzocke und durch kleinere Drogendelikte aufgefallen, so die Polizei. Ein Gewaltexzess wie gegen den 70-Jährigen sei neu.

Eine Richterin schickte beide Jugendliche wegen schwerer Körperverletzung in Untersuchungshaft. Einer von ihnen sei erst seit wenigen Tagen wieder auf freiem Fuß gewesen. Beide hätten bereits eine "unglaubliche Vergangenheit", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Einer habe schon als strafunmündiges Kind unter 14 Jahren 60, der andere etwa 140 Eintragungen bei der Polizei gehabt.