Wulff: Wiederverheiratete warten auf befreiende Botschaft

16. Februar 2016 - 10:14 Uhr

Bundespräsident Christian Wulff hat vor dem Papstbesuch in Deutschland die Hoffnung geäußert, dass sich die Kirche im Verhältnis zu geschiedenen und wiederverheirateten Katholiken bewegt. "Die Millionen Menschen, die in konfessionsverschiedenen Ehen leben, und die Millionen wiederverheirateten Katholiken, aber auch viele andere Gruppen erwarten befreiende Botschaften", sagte Wulff.

Bislang verweigert die katholische Kirche wiederverheirateten Geschiedenen die Teilnahme an der Kommunion. Der geschiedene und wiederverheiratete Katholik Wulff ist als Bundespräsident Gastgeber von Papst Benedikt XVI., dessen Staatsbesuch in Deutschland am Donnerstag beginnt.

Wulff wünscht sich auch, dass der Papst die Ökumene, also die weitere Annäherung der christlichen Kirchen, sowie den Dialog der Religionen unterstützt. "Ich würde mich freuen, wenn bei den Gesprächen mit den Muslimen und Juden etwas Verbindendes zur Allianz der Religionen gesagt würde."