Wulff verteidigt in Katar Burka-Verbot

16. Februar 2016 - 10:12 Uhr

Bundespräsident Christian Wulff hat im Gespräch mit arabischen Studenten in Katar das Burka-Verbot an deutsche Schulen verteidigt. Auf die Frage eine verschleierten Studentin sagte Wulff bei einer Diskussionsveranstaltung an der Universität von Doha: "Die bewusste Entscheidung, sich zu verschleiern, kollidiert mit dem Anspruch des Staates, seine Kinder zu bilden."

Wulff verwies auf die Neutralität des Staates und betonte: "Zu einer offenen Gesellschaft gehört, das Gesicht zu zeigen." Die Burka stehe in Europa für Verschlossenheit. Der Bundespräsident sprach von dem Eindruck, dass das Tragen einer Burka die Gleichstellung von Mann und Frau infrage stelle. "Wir wollen diese Gleichstellung aber nicht infrage stellen", betonte er.

Die Fragestellerin war mit dieser Antwort des Bundespräsidenten nicht zufrieden, wie sie anschließend sagte. Wulff beklagte auch die nach wie vor fehlenden Kenntnisse über den Islam in Deutschland. "Sie können sich darauf verlassen", sagte er, dass Muslime in Deutschland willkommen seien.