Wulff lobt Gauck als Kämpfer für die Freiheit

16. Februar 2016 - 10:10 Uhr

Bundespräsident Christian Wulff hatte den früheren DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck als "leidenschaftlichen Kämpfer für die Freiheit" gewürdigt. Sein Einsatz für die Selbstbestimmung der Menschen ziehe sich als "eindrucksvoller roter Faden" durch Gaucks Leben, sagte Wulff am Donnerstag bei einer Gala des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in Berlin.

Trotz Zweifel und Anfeindungen habe Gauck in der DDR Widerstand geleistet. Wulff rief seinen früheren Gegenkandidaten bei der Bundespräsidentenwahl auf, "nicht zu privatisieren oder in Pension zu gehen", sondern weiter als politischer Wegweiser und Mahner aktiv zu sein. Der 70-jährige Gauck erhielt den VDZ-Ehrenpreis 'Goldene Victoria'.

Gauck sprach in seiner Erwiderung auf Wulffs Preisrede von einer "wundervolle Begegnung" mit dem Bundespräsidenten. Die Friedliche Revolution habe gezeigt, "dass die Ossis Freiheit können", sagte der frühere Chef der Stasi-Unterlagenbehörde.

Gauck forderte die Medien und die anwesenden Verleger auf, stärker die Erfolge der Bundesrepublik in den Mittelpunkt der Berichte zu rücken, die Menschen seien ohnehin stark verunsichert. "Ich wünsche, dass Sie auf die Angstmache verzichten und der Freude eine Gasse bereiten", sagte Gauck.