Wulff kritisiert Repression im Iran

16. Februar 2016 - 10:08 Uhr

Bundespräsident Christian Wulff hat den Iran wegen der Einschränkung von Freiheitsrechten kritisiert. "Wenn man dann Länder wie den Iran sieht, der Grundfreiheiten vorenthält, dann gibt es Sorgen", sagte Wulff bei einer Diskussionsrunde zu Islam und Integration auf dem Evangelischen Kirchentag in Dresden. Sorgen in der Bevölkerung wegen des Islams ließen sich nach den Terroranschlägen vom 11. September gut verstehen. "Das hat viele aufgeschreckt."

Aufgabe sei es aber, für Differenzierung beim Blick auf den Islam und alle seine Strömungen zu sorgen, sagte Wulff. "Denn es gibt viele Demokratien auf der Welt mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung, wenn ich an Indien, Indonesien und andere wie die Türkei denke, wo man auf dem Weg zu einer umfassenden Demokratie ist und wir diesen Weg auch bestärken sollten." Zu einem Eklat zwischen Deutschland und dem Iran war es Anfang der Woche gekommen, weil Teheran Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem Weg nach Indien zunächst den Überflug verboten hatte. Beide Länder beschuldigen sich nach dem Vorfall gegenseitig.