Wulff-Affäre: Tugendwächter will strengere Regeln

16. Februar 2016 - 10:14 Uhr

Wegen der Affären um Bundespräsident Christian Wulff überdenken Wirtschaft und Parlamentarier die Regeln für den Umgang zwischen Politikern und Geldgebern. Der oberste Tugendwächter der deutschen Wirtschaft, Klaus-Peter Müller, forderte im Magazin 'Wirtschaftswoche' strengere Vorgaben für Zuwendungen an Politiker und Parteien. Das Sponsoring, bei dem Unternehmen Aktivitäten von Politikern finanzieren, "nehmen wir völlig neu in den Blick", sagte der Chef der Corporate-Governance-Kommission der Bundesregierung, der auch Aufsichtsratschef der Commerzbank ist. "Bei Amtsträgern wird man künftig noch vorsichtiger sein müssen."

Besonders problematisch findet Müller, wenn Unternehmen und Verbände staatliche Veranstaltungen sponsern. «Ich halte das für eine unzulässige Bettelei des Staates.»