Worms: Im Rhein vermisste Mädchen vermutlich ertrunken

Rettungskräfte von DLRG und Polizei suchen im Rhein bei Rheindürkheim nach zwei Kindern. Foto: Alexander Keutz
Rettungskräfte von DLRG und Polizei suchen im Rhein bei Rheindürkheim nach zwei Kindern. Foto: Alexander Keutz
© deutsche presse agentur

04. August 2018 - 17:28 Uhr

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Zwei bei Worms im Rhein abgetriebene Kinder sind nach Einschätzung der Polizei höchstwahrscheinlich ertrunken. Die Retter stellten die Suche nach den beiden neun und dreizehn Jahre alten Mädchen ein. Streifen hielten jedoch vorsorglich weiter Ausschau, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Ludwigshafen. Die beiden Kinder hatten am Freitag bei Worms-Rheindürkheim in dem Fluss gebadet. Dabei gerieten sie in einen Strudel und gingen unter. Polizei und Feuerwehr suchten mit einem Großaufgebot nach ihnen.

Bundesweit mehr Badetote als 2017

In Deutschland sind in den ersten sieben Monaten diesen Jahres mindestens 280 Menschen ertrunken, 38 mehr als im Vorjahreszeitraum. Das hatte die Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) am Freitag bekannt gegeben.

Die meisten Menschen seien an ungesicherten Badestellen im Binnenland ertrunken, sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese. Deutlich abgenommen hat nach Angaben der DLRG die Zahl der tödlichen Unfälle an den Küsten. Im Berichtszeitraum ertranken dort neun Menschen, im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 25. 

Häufig ereigneten sich Badeunfälle wegen Leichtsinns, einer hohen Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung, sagte Wiese. Aber auch Eltern, die sich in Wassernähe mehr mit ihrem Handy beschäftigen als auf ihre Kinder zu achten, bereiteten der DLRG Sorgen. Da sich die meisten tödlichen Unfälle an unbewachten Badestellen ereigneten, fordert die DLRG Länder, Kommunen und Badbetreiber auf, für mehr Sicherheit zu sorgen. Ein Badeverbotsschild aufzustellen reiche nicht aus, sagte Wiese.

Quelle: DPA / RTL.de