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Workout extrem: Wo sind die Grenzen bei Freeletics & Co?

Video: HIIT Workout für den ganzen Körper

In kurzer Zeit erstaunliche Ergebnisse erreichen und zwar mit Hilfe des eigenen Körpergewichtes: Das ist die Idee, die hinter Freeletics steckt. Doch wo liegen die Grenzen und ab wann wird es gefährlich für unseren Körper? Lesen Sie hier mehr über Potential und Risiken der Trend-Sportart.

Bis an die Grenzen und drüber hinaus

Schon längst gilt ein athletischer, durchtrainierter Körper als das Schönheitsideal unserer Zeit. Und den wollen wir möglichst schnell und ohne großen Zeitaufwand. Freeletics und andere Fitnessprogramme machen es möglich. Dessen Prinzip folgt dem Konzept des sogenannten High Intensity Trainings (HIT) und wird in den Bereichen Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit angewendet. Die Besonderheit: Es wird ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet. Auf Fitnessgeräte wird gänzlich verzichtet.

Das Ziel: Dem Körper in kurzer Zeit Höchstleistungen abverlangen, bis die Muskeln brennen. Zeit für Erholung bleibt dem Körper lediglich zwischen den einzelnen Belastungsphasen und kann mit Auslaufen oder Radfahren überbrückt werden. Allerdings sollten diese ‚Pausen‘ nur so lange anhalten, bis man das Gefühl hat, wieder belastungsfähig zu sein.

So sieht ein Freeletics Training aus

Ein Freeletics Workout dauert zwischen 15 und 45 Minuten und beinhaltet herkömmliche Übungen wie beispielsweise Klimmzüge, Sit-ups, Liegestütze oder Squats. Zusätzlich ergänzt wird das Training durch Intervalltraining, bestehend aus entspanntem Laufen und kurzen Sprints. Die Übungen werden in intensiven Trainingseinheiten absolviert und verlangen unserem Körper das Maximum an Belastbarkeit ab.

Übermut tut selten gut

‘No Pain, no gain’. Ohne Schmerzen keine Muskeln. Aber wie viel Quälerei ist noch gesund? „Den Körper und die Muskeln einer derart hohen Belastung auszusetzten, halte ich für gefährlich und nicht empfehlenswert“, klärt Sportmediziner und -orthopäde Dr. Alois Teuber aus Meerbusch bei Düsseldorf auf. Als Grund nennt er mögliche Muskelverletzungen und -übersäuerung wie schmerzhafte Muskelfaserrisse, unangenehme Muskelkater und kurzfristiger Leistungsabfall. Hinzu kommen Kreislaufprobleme, die durch die Überbelastung Symptome wie Erbrechen, Schwindel oder Kreislaufschwäche auslösen können.

Jeder kann, doch nicht jeder sollte

HIT ist effektiv, daran besteht kein Zweifel. Gut trainierten Personen mit einem entsprechenden Leistungsniveau empfehlen Experten HIT als eine sinnvolle Trainingsergänzung. Doch auch für weniger trainierte Personen kann dieses Training durchaus wirkungsvoll sein.

In unserer Video-Playlist finden Sie jede Menge Fitness-Übungen und Workouts, mit denen Sie Ihren Körper in Form bringen. Stöbern Sie einfach ein wenig. Viel Spaß dabei!

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