Nach Bombendrohung

Wolfhagen: Mehr Schutz für Walter-Lübcke-Schule

Walter-Lübcke-Schule erhält Drohmail
Walter-Lübcke-Schule erhält Drohmail
© dpa, Swen Pförtner, spf lop czy fdt

03. Februar 2021 - 7:21 Uhr

Gefährdungsanalyse soll bei Schutz der Schule helfen

Nach einer Bombendrohung bekommt die Walter-Lübcke-Schule im nordhessischen Wolfhagen jetzt mehrere Kameras zur Videoüberwachung. In einem Gespräch zwischen der Polizei und der Schule wurden Maßnahmen besprochen, um die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler, sowie Lehrkräfte zu gewähren. Man habe sich dann auf die Videoüberwachung geeinigt, so ein Sprecher des Landkreises. Zudem sei eine Gefährdungsanalyse beim Landeskriminalamt in Auftrag gegeben worden, die prüfen soll, wie man die Schule zusätzlich sichern kann.

Keine Gefahr für Schülerinnen und Schüler

Unter dem Verfassernamen "NSU 2.0" sollen die Schreiben eingegangen sein, so ein LKA-Sprecher. Die Polizei habe die Bombendrohung ernst genommen "und in enger Abstimmung mit der Schulverwaltung die erforderlichen polizeilichen Maßnahmen getroffen." Verdächtige Feststellungen seien aber nicht gemacht worden: "Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte".

Vor dem Urteil im Mordfall Walter Lübcke am vergangenen Donnerstag am Oberlandesgericht Frankfurt hatte die Schule eine Mahnwache abgehalten und unter anderem eine härtere Strafverfolgung rechtsextremer Gewalt gefordert.

"Die Schule lässt sich von dieser Drohung nicht beirren. Wir werden nicht den Mund halten und auch künftig weiter offen für Demokratie streiten", betonte Schulleiter Ludger Brinkmann am Dienstag in einer Stellungnahme des nordhessischen Bündnis "Offen für Vielfalt".