Wohnzimmer statt Kino

Disney-Märchen "Mulan" kommt bei Streaming-Dienst heraus

Der Start des Disney-Blockbusters "Mulan" wurde zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben.
© deutsche presse agentur

05. August 2020 - 9:23 Uhr

Mulan-Kinostart wegen Corona mehrfach verschoben

Das Disney-Märchen "Mulan", dessen Kinostart wegen der Corona-Pandemie mehrfach verschoben wurde, soll nun statt auf der Leinwand beim Streaming-Anbieter Disney+ erscheinen.

Hollywood-Premiere Anfang März, kurze Zeit später alle Kinos dicht

Die 200 Millionen Dollar teure Realverfilmung, basierend auf dem Disney-Trickfilm "Mulan" von 1998, soll ab dem 4. September bei dem Videodienst zu sehen sein, wie der Konzern bekanntgab. US-Abonnenten von Disney+ werden 30 Dollar zusätzlich bezahlen müssen, um "Mulan" streamen zu können, sagte Disney-Chef Bob Chapek bei einem Telefongespräch mit Investoren. In den USA sind wegen der Corona-Krise noch viele Kinos geschlossen. In anderen Märkten, wo Lichtspielhäuser bereits geöffnet haben, könnte der Film auch dort gezeigt werden, hieß es.

Das Abenteuer-Märchen um die chinesische Heldin Hua Mulan sollte eigentlich schon am Ende März in die Kinos kommen. Die Hollywood-Premiere fand Anfang März noch statt, doch dann durchkreuzte der Kino-Shutdown die Pläne. Der Start wurde erst auf Juli, dann weiter auf August geschoben. Zuletzt kündigte Disney Ende Juli einen Aufschub auf unbestimmte Zeit an.

In der rund 200 Millionen Dollar teuren Produktion von der neuseeländischen Regisseurin Niki Caro spielt die chinesische Schauspielerin Liu Yifei die Hauptrolle. Das 2000 Jahre alte chinesische Volksmärchen "Mulan" erzählt von einem mutigen Mädchen, das aus Liebe zum Vater in den Krieg zieht, als gefeierte Heldin zurückkehrt und auf diesem beschwerlichen Weg zu sich selbst findet.

Für Disney ist der Streaming-Test ein gewagter Versuch: Die Corona-Pandemie hat den US-Unterhaltungsriesen  tief in die roten Zahlen gebracht. In den drei Monaten bis Ende Juni fiel unterm Strich ein Verlust von 4,7 Milliarden Dollar (4,0 Mrd Euro) an, wie der Konzern mitteilte. Vor allem die geschlossenen Freizeitparks und Kinos während der Corona-Krise sorgten für herbe Verluste.


Quelle: DPA / RTL.de