Missbrauchsfall Bergisch Gladbach - Kinderporno-Ring in NRW

Dieser perverse Pädo-Chat führt Ermittler zu neuem Verdächtigen

19. Dezember 2019 - 14:40 Uhr

Kinderporno-Ring wird immer größer

Hausdurchsuchung am Donnerstagmorgen in Oberhausen: Der 45-jährige Jörg P. ist der neueste Verdächtige im Kinderporno-Ring aus NRW. Aus Ermittlerkreisen erfuhr RTL erschreckende Details. Der Mann schreibt demnach in Chats detailliert, wie er ein zwölfjähriges Mädchen missbraucht. Außerdem soll er kinderpornographische Aufnahmen im Internet geteilt haben.

So kam die Polizei auf die Spur von Jörg P.

Auf die Spur von Jörg P. kam die Polizei über einen anderen Verdächtigen im NRW-Missbrauchsskandal. Bei einem 61 Jahre alten Mann in Wesel hatten die Ermittler Computer und Datenträger sichergestellt. Bei der Auswertung der Daten fanden sie die Chats zwischen dem 61-Jährigen und Jörg P. Darin schreiben die Männer unter Pseudonymen über den sexuellen Missbrauch eines jungen Mädchens. Solche Chats führten nach RTL-Informationen zur Durchsuchung der Wohnung von Jörg P. - im Video.

Oberhausen: Bisher kein Haftbefehl gegen Verdächtigen

Oberhausen: Neuer Verdächtiger aus dem Kinderporno-Ring - Wohnung durchsucht
Verdächtiger in Missbrauchs- und Kinderporno-Ermittlungen: Die Wohnung des 45-Jährigen wurde am Donnerstagmorgen durchsucht
© Privat

Zwischen 2011 und 2014 soll Jörg P. aus Oberhausen ein damals zwölf bis 15 Jahre altes Mädchen immer wieder missbraucht und dabei fotografiert haben. Trotz dieser Vorwürfe und mindestens einem belastenden Chat ist er auf freiem Fuß.

In dem Chat beantwortet Jörg P. nach RTL-Informationen Fragen zum Missbrauch und zu seinem Opfer. "Wie lange ist das her?", "Wohnt sie noch da, wie alt ist sie heute?" und "Kommt sie heute noch zu dir?" fragt sein Chat-Partner, offenbar der 61-jährige Verdächtige aus Wesel. Der Oberhausener antwortet, er habe das Mädchen vor drei Jahren kennengelernt, sie sei 15 Jahre alt und er treffe sie noch. Die Chat-Protokolle stammen aus dem Jahr 2014. Die Ermittler sicherten auch Fotos eines mutmaßlichen Opfers in dem Chat.

Die Ermittlungen laufen. Dazu gehörte auch die Wohnungsdurchsuchung am Donnerstag. Am Mittag schickte die Polizei nach RTL-Informationen auch noch einen Datenspürhund in die Wohnung.